Gefördert vom

Regensburg

Regensburg ist die erste bayerische Kommune und eine der größten Städte im Vorhaben "Kinderfreundliche Kommunen" . Am 10. Dezember 2012 ist die Stadt mit der Vereinbarungsunterzeichnung dem Programm beigetreten. Ziel war und ist es, dass alle Kinder und Jugendlichen in Regensburg gut leben können und dem Kindeswohl förderliche Rahmenbedingungen vorfinden.

Regensburg liegt in der Oberpfalz und hat 156.000 Einwohner, davon knapp 15% Kinder und Jugendliche. Die Stadt ist Universitätsstadt, UNESCO Weltkulturerbe und ein moderner Wirtschaftsstandort an der Donau. Regensburg ist wirtschaftlich gut aufgestellt und die Einwohnerzahl wächst. Allerdings zeigt sich auch hier der demographische Wandel. Dadurch gibt es im Verhältnis immer mehr alte Menschen als Kinder und Jugendliche. Dies kann zu einem Missverhältnis bei der politischen Meinungsbildung führen, weil Kinder und Jugendliche – im Gegensatz zu Senioren – kein Wahlrecht haben. Die Stadt Regensburg wird gezielt dafür Sorge tragen, dass die Interessen von Kindern und Jugendlichen Gehör finden.


Ansprechpartnerin

Anna Schledorn

Stadt Regensburg
Amt für kommunale Jugendarbeit
Martin-Luther-Straße 3
93047 Regensburg

Telefon 0941 - 507 1557
schledorn.anna[ät]regensburg[dot]de
 

"Kinder sind ein hohes Gut in einer Stadt. Dies hat die Stadt Regensburg schon vor vielen Jahren erkannt und es mir ein persönliches Anliegen, dass allen Kindern, Jugendlichen und Familien in Regensburg faire Chancen eröffnet werden. Kinderrechte dürfen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern müssen gelebt werden. Deshalb haben wir uns für die Zukunft mit dem Aktionsplan noch mehr vorgenommen die Kinderrechte zu stärken.

Wir setzen alles daran, ihre Ausgangschancen gut zu gestalten, unabhängig von Abstammung und Milieu. Die Kinderrechte sollen zur Lebenswirklichkeit der Kinder und Jugendlichen in Regensburg werden."

Joachim Wolbergs


Oberbürgermeister

Joachim Wolbergs

Der Oberbürgermeister
Rathausplatz 1
93047 Regensburg

Telefon: 0941 - 507 1010
wolbergs.joachim[ät]regensburg[dot]de


Erfolgsgeschichten


Verwaltungmitarbeiter_innen werden für Kinderrechte sensibilisiert

Um die Sensibilität gegenüber Kinderrechten und -interessen zu stärken, schult Regensburg seine Verwaltungsmitarbeiter*innen. Es wurde ein Leitfaden für Behörden entwickelt, die Kontakt mit Kindern und Jugendlichen haben und denen eventuelle Kindeswohlgefährdungen auffallen könnten. Die Anwendung des Leitfadens wird in Fortbildungen vermittelt.

Jugendsozialarbeit an Schulen wird mit Personal und Stunden gestärkt

Kinder- und Jugendliche müssen Beteiligungsmöglichkeiten und Hilfe in Notsituationen einfach und niedrigschwellig erreichen können. Dieses Ziel erstrebt die Stadt Regensburg im Rahmen ihres Aktionsplans. Die Jugendsozialarbeit an Schulen wurde deswegen personell und zeitlich gestärkt. Geschulte Fachkräfte sind in Jugendzentren aller Stadtteile aktiv. All diese Anlaufstellen werden außerdem aktiv beworben, um Kinder und Jugendliche auf sie aufmerksamt zu machen und ihnen zu ermöglichen, für ihre Rechte einzustehen.

Kinder und Jugendliche sorgen für Verbesserungen im ÖPNV

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) sowie eine fahrradgerechte Infrastruktur sind Grundvorraussetzungen dafür, dass Kinder und Jugendliche sich in ihrer Kommune eigenständig fortbewegen können.

Damit haben sie einen besonderen Blick für Mängel in diesen Bereichen, wie beispielsweise Regensburger Jugendliche in kommunalen Beteiligungsverfahren bewiesen haben: Aus Sicherheitsbedenken haben sie sowohl die Einführung von altstadtgerechten Bussen als auch einen Nachtbusbetrieb am Wochenende gefordert. Um ihre eigene Mobilität zu verbesssern, sollten außerdem vermehrt Fußgängerzonen für Fahrräder geöffnet werden.

Nach intensiven Testphasen hat die Stadt Regensburg alle drei Forderungen dauerhaft umgesetzt. Regensburger Bürger_innen allen Alters sind nun mobiler und profitieren somit von der Expertise der Jugendlichen.

Stadtpass unterstützt Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien

Regensburg hat die "Regensburgkarte" eingeführt. Dies ist ein Stadtpass, der einkommensschwachen Bewohner_innen der Kommune Vergüstigungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) oder beim Besuch von kulturellen Einrichtungen gewährt. Für Kinder und Jugendliche ist solch ein Angebot von besonderer Relevanz, da der ÖPNV für sie ein essentielles Mittel zur eigenständigen Mobilität darstellt.

Vielfältiges Informationsangebot zu Kinderrechten

Die UN-Kinderrechte müssen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bekannt sein, damit sie nach ihnen handeln können. Die Kommune Regensburg sensibilisiert seine jungen und älteren Bürger_innen mittels eines vielfältigen Informationsangebots.

So setzen sich beispielsweise circa 1 500 Kinder im Rahmen eines dreiwöchigen Ferienangebotes täglich mit den UN-Kinderrechtskonvention auseinander, Fachkräfte der offenen Kinder- und Jugendarbeit erhalten Fortbildungen zum Thema und die städtischen Internetseiten sowie Tafeln an Spielplätzen informieren zielgruppengerecht über Kinderrechte.

Regensburger Schüler_innen gestalten Spiel- und Sportpark

In Regensburg entsteht derzeit der drittgrößte Park der Stadt. Den Spiel- und Sportbereich der Anlage konnten Kinder und Jugendliche in mehreren Beteiligungsrunden selbst mitentscheiden und gestalten. Kinder und Jugendliche einer schulvorbereitenden Einrichtung und eines Vereins für körper- und mehrfachbehinderte Menschen sowie Schüler_innen einer Grund- und einer Mittelschule brachten dabei ihre Ideen ein.

Durch ein vom Stadtrat verabschiedetes Beteiligungskonzept ist Kinder- und Jugendpartizipation im regensburger Verwaltungshandeln verbindlich verankert.

Regensburg installiert eigenen Jugendbeirat

Der Stadtrat von Regensburg hat im April 2015 die Installierung eines Jugendbeirats bestätigt. Nach einem intensiven Wahlkampf wurden im Februar 2016 21 Mädchen und Jungen in den Jugendbeirat der Stadt gewählt. Die Mitglieder_innen werden jeweils zwei Jahre lang die Interessen der jungen Menschen in Regensburg vertreten. Wahlberechtigt sind rund 4.332 Jugendliche im Stadtgebiet. Stattgefunden haben die Wahlen im ersten Jahr an 17 Schulen und in acht Jugendzentren. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 20 Prozent.

Mit dem Jugendbeirat wird eine Strukur geschaffen, die kontinuierlich und langfristig Beteiligung garantiert.

Regensburg verankert Beteiligungsrechte

Regensburg entwickelte ein umfangreiches Konzept zu Kinder- und Jugendpartizipation in der Stadt. Darin festgelegt wird neben vielen weiteren Beteiligungsbereichen festgelegt, dass Kinder bei allen Spielplatz-Neuplanungen und Erneuerungen immer und in angemessener Form zu beteiligen sind. Durchgeführte Partizipationsprojekte werden außerdem dokumentiert und dem Stadtrat vorgestellt. Das gesamte Konzept finden Sie hier: ttps://www.regensburg.de/fm/121/konzept-partizipation.pdf