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Sportlich für Kinderrechte

Der alljährliche Tag des Sports in der Wedemark verbindet die Aufklärung über Kinderrechte mit Bewegung und Spiel. Mit dem regelmäßigen Programmpunkt "Staffellauf für Kinderrechte" wird das Weitertragen der Kinderrechte symbolisiert. Andere Programmpunkten variieren, haben aber immer die Kinderrechte, insbesondere das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe, im Blick. Ein Beispiel dafür ist die Station Blindenfußball. Durch die Kooperation mit lokalen Sportvereinen lernen Kinder und Jungendliche außerdem die Anlaufpunkte für ein sportliches Hobby in ihrer Gemeinde kennen.

Potsdam bekommt Koordinatorin für Kinder- und Jugendinteressen

In einer kinderfreundlichen Kommune sollen Kinder- und Jugendinteressen in der gesamten Verwaltung Beachtung finden. Denn Kinderrechte sind ein Querschnittsthema - ähnlich wie beispielsweise Geschlechtergerechtigkeit oder Integration.

Deswegen setzt die Stadt Potsdam nun eine Koordinatorin für Kinder- und Jugendinteressen ein. Sie wird ab September 2018 dafür Sorge tragen, dass die Bedürfnisse der jungen Potsdamer_innen in allen städtischen Planungsprozessen mitgedacht werden.

Bereits zur Erstellung ihres Aktionsplans hatte die brandenburgische Hauptstadt eine zusätzliche halbe Stelle im örtlichen Kinder- und Jugendbüro geschaffen.

Jugendsozialarbeit an Schulen wird mit Personal und Stunden gestärkt

Kinder- und Jugendliche müssen Partizipationmöglichkeiten und Hilfe in Notsituationen einfach und niedrigschwellig erreichen können. Dieses Ziel erstrebt die Stadt Regensburg im Rahmen ihres Aktionsplans. Die Jugendsozialarbeit an Schulen wurde deswegen personell und zeitlich gestärkt. Geschulte Fachkräfte sind in Jugendzentren aller Stadtteile aktiv. All diese Anlaufstellen werden außerdem aktiv beworben, um Kinder und Jugendliche auf sie aufmerksamt zu machen und ihnen zu ermöglichen, für ihre Rechte einzustehen.

Neue Stellen für Kinder- und Jugendbüro in Köln

Die frisch gesiegelte Kommune Köln richtet ein kooperatives Kinder- und Jugendbüro ein und die Jugendverwaltung schafft dafür zwei neue Stellen. Jugendliche, vertreten durch den Kölner Jugendring, werden hier gleichberechtigt mit diesen neuen Vertretern der Stadtverwaltung zusammenarbeiten. Die Interessen und Rechte junger Kölner*innen bekommen somit eine nachhaltige institutionelle Verankerung in der Stadt.

Verbindliche Leitlinien für Kinderfreundlichkeit

Die Kommune Weil am Rhein hat unter Mitwirkung nahezu aller Ressorts ein Leitbild erstellt, das die Grundsätze einer kinderfreundlichen Stadt festschreibt. Sechs Leitsätze dienen dem selbstgesetzten Anspruch, Kinderrechte und –interessen auf allen Ebenen der Politik, der Verwaltung und des Gemeinwesens verbindlich und systematisch zu berücksichtigen.

Algermissen ernennt Kinder- und Jugendbeauftragte

Im Juni 2016 hat der Gemeinderat Algermissen den hauptamtlichen Leiter des Fachdienstes Kinder, Jugend, Familie als Kinder- und Jugendbeauftragter der Gemeinde Algermissen benannt und ihm eine Mitzeichnungspflicht im Rathaus eingeführt. Weiterhin fungieren zwei weitere Mitarbeiter_innen der Jugendpflege als Ansprechpersonen für Kinder und Jugendliche.

Hanau erhält ein Kinder- und Jugendbüro

Seit dem 1. Januar 2016 ist die Stelle des Kinder- und Jugendbüros in Hanau mit einer 25 Stundenstelle neu besetzt. Das Büro hat seinen Sitz an zentraler Stelle im Rathaus im Stadtladen.

Regensburg verankert Beteiligungsrechte

Regensburg entwickelte ein umfangreiches Konzept zu Kinder- und Jugendpartizipation in der Stadt. Darin festgelegt wird neben vielen weiteren Beteiligungsbereichen festgelegt, dass Kinder bei allen Spielplatz-Neuplanungen und Erneuerungen immer und in angemessener Form zu beteiligen sind. Durchgeführte Partizipationsprojekte werden außerdem dokumentiert und dem Stadtrat vorgestellt. Das gesamte Konzept finden Sie hier: ttps://www.regensburg.de/fm/121/konzept-partizipation.pdf

Kinderfreundlichkeit im Leitbild verankert

Algermissen beschloss im Juni 2016 ihr neues Leitbild. Darin heißt es nun: "Die Gemeinde Algermissen sieht die UN-Kinderrechtskonvention als handlungsweisende Leitlinie für ihr kommunales Handeln an. Eine lokale Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention mit entsprechenden Strukturen und Maßnahmen ist das Ziel."

Damit geht die niedersächsische Kommune eine verbindliche Selbstverpflichtung ein, Kinder- und Jugendinteressen flächendeckend in Politik und Verwaltung zu berücksichtigen.

Regensburg installiert eigenen Jugendbeirat

Der Stadtrat von Regensburg hat im April 2015 die Installierung eines Jugendbeirats bestätigt. Nach einem intensiven Wahlkampf wurden im Februar 2016 21 Mädchen und Jungen in den Jugendbeirat der Stadt gewählt. Die Mitglieder_innen werden jeweils zwei Jahre lang die Interessen der jungen Menschen in Regensburg vertreten. Wahlberechtigt sind rund 4.332 Jugendliche im Stadtgebiet. Stattgefunden haben die Wahlen im ersten Jahr an 17 Schulen und in acht Jugendzentren. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 20 Prozent.

Mit dem Jugendbeirat wird eine Strukur geschaffen, die kontinuierlich und langfristig Beteiligung garantiert.

Wolfsburg bildet eigene Beteiligungsexpert_innen aus

Wolfsburg qualifiziert eigene Moderator_innen für Kinder und Jugendbeteiligung in der Stadt. Gemeinsam mit der Volkshochschule Wolfsburg wurde eine berufsbegleitende einjährige Fortbildung zur Partizipationsbegleitung entwickelt. Die ausgebildeten Moderator_innen können anschließend direkt dort eingesetzt werden, wo sie gebraucht werden - in den zahlreichen Beteiligungsmaßnahmen der Stadt.

Der Bürgermeister geht in die Schule

Die Gemeinde Wedemark veranstaltete den ersten "Bürgermeistertag": Einen Schultag lang stellten Schüler_innen aus Real-, Gesamtschule und Gymnasium dem Gemeindevorstand ihren Blick auf die Wedemark vor. Die dazu verwendeten Präsentationen hatten sie in einem vorhergehenden Projekttag erarbeitet, der unter anderem eine Crashkurs zu Kommunalpolitik beinhaltete. Die somit gut vorbereiteten Jugendlichen stellten dem Bürgermeister, der Ersten Gemeinderätin und dem Gemeindekämmerer auch ihre eigenen Gestaltungsideen für die Wedemark vor. Diese Anregungen werden mit anderen Ergebnissen der Jugendbeteiligung gebündelt und bearbeitet.

Der "Bürgermeistertag" soll ab jetzt jährlich stattfinden.

Verwaltungmitarbeiter_innen werden für Kinderrechte sensibilisiert

Um die Sensibilität gegenüber Kinderrechten und -interessen zu stärken, schult Regensburg seine Verwaltungsmitarbeiter*innen. Es wurde ein Leitfaden für Behörden entwickelt, die Kontakt mit Kindern und Jugendlichen haben und denen eventuelle Kindeswohlgefährdungen auffallen könnten. Die Anwendung des Leitfadens wird in Fortbildungen vermittelt.

Ein Leitbild für Potsdam - Potsdam weiterdenken

Die Stadt Potsdam erstellt ein Leitbild, in dem die wichtigsten Aufgaben und Themen der Stadt festgehalten werden, damit die Stadt weiß, was den Menschen in Potsdam am wichtigsten ist und worauf sie sich in Zukunft bei ihrer Arbeit konzentrieren sollen.

 

 

 

Kinderkonferenzen in Kindertagesstätten

In Senftenberger KiTas finden jeden Freitag Kinderkonferenzen statt. Hier können die Vier- bis Sechsjährigen ihre Wünsche zu ihrer KiTa einbringen. Dabei wird über die Raumgestaltung, Spielzeug, den Speiseplan oder auch kleine Projekte gesprochen. Die jüngeren Kinder dürfen erst einmal zuschauen, um zu lernen, wie die Beteiligung in ihrer Einrichtung funktioniert.

© KfK

"Pimp Your Town" - Jugendliche in der Wedemark reden mit

Gemeinsam mit dem Verein "Politik zum anfassen e.V." führte die Gemeinde Wedemark jährlich das Planspiel zur Ratsarbeit mit Jugendvertreter_innen durch, in denen diese über die Entwicklung ihrer Gemeinde diskutierten und eine Vielzahl an Ideen und Anliegen hervorbringen. Im Jahr 2017 nahmen 100 Schüler_innen teil und erarbeiteten insgesamt 45 Maßnahmen. Diese wurden von den Jugendlichen priorisiert und Pat_innen ernannt, um weitere Schritte einzuleiten.

Kinder und Jugendliche sorgen für Verbesserungen im ÖPNV

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) sowie eine fahrradgerechte Infrastruktur sind Grundvorraussetzungen dafür, dass Kinder und Jugendliche sich in ihrer Kommune eigenständig fortbewegen können.

Damit haben sie einen besonderen Blick für Mängel in diesen Bereichen, wie beispielsweise Regensburger Jugendliche in kommunalen Beteiligungsverfahren bewiesen haben: Aus Sicherheitsbedenken haben sie sowohl die Einführung von altstadtgerechten Bussen als auch einen Nachtbusbetrieb am Wochenende gefordert. Um ihre eigene Mobilität zu verbesssern, sollten außerdem vermehrt Fußgängerzonen für Fahrräder geöffnet werden.

Nach intensiven Testphasen hat die Stadt Regensburg alle drei Forderungen dauerhaft umgesetzt. Regensburger Bürger_innen allen Alters sind nun mobiler und profitieren somit von der Expertise der Jugendlichen.

Eigener Fonds für das Kinder- und Jugendparlament

Das Kinder- und Jugendparlament in Senftenberg verwaltet eigenständig einen Fonds in Höhe von 3.000 €. Es vergibt daraus Gelder an ausgewählte Kinder- und Jugendinitiativen, die sich für den Fonds bewerben. Dabei ist nicht nur die Mitentscheidung über die Vergabe wichtig, die Kinder und Jugendlichen erlernen auch den verantwortungsvollen und gleichberechtigten Umgang mit den vorhandenen Ressourcen.

Kinderrechte-Koffer

Kinderbeirat fest in Stadtverwaltung verankert

In Wolfsburg beraten Kinder die Stadt in eigener Sache. Der Kinderbeirat setzt sich aus circa 12 Kindern zwischen 9 und 12 Jahren zusammen, die ein Jahr lang die Interessen ihrer Altergruppe vertreten, bevor sie von einer neuen Besetzung abgelöst werden. In der Jahresplannung wählen sie dabei die Themen aus, die sie für Wolfsburg am wichtigsten erachten und bearbeiten wollen. So stand im letzten Jahr zum Beispiel das Thema "Schule und Natur" auf der Agenda.

Kinder gestalten spielerisch Hanau

Hanauer Hortkinder zwischen zehn und elf Jahren beteiligen sich an der Gestaltung eines neuen Wohngebiets. Mittels eines Brettspiels beschäftigen sie sich mit den Wünschen, die sie für ihre Stadt haben. Der Spielplan zeigt nur die Stadtgrenzen sowie Flüsse und Bahnschienen zur Orientierung - der Phantasie der Kinder sollen keine Grenzen gesetzt sein.

An dem "Stadtspiel" werde deutlich, "welches Potenzial in Kindern und Jugendlichen schlummert, auf das wir nicht verzichten dürfen", ist Hanaus Sozialdezernent überzeugt.

Schulen verankern Kinderrechte

Hanau bildet regelmäßig Lehrkräfte zum Thema Kinderrechte fort. Auch Schüler_innen lernen in ihrem Schulalltag, sowie durch Projekttage, ihre Rechte kennen. In diesem Rahmen entstand zum Beispiel ein eigener Kinderrechte-Song.

Auf altersgerechte Art und Weise werden Kinder und Jugendliche somit früh über die UN-Kinderrechtskonvention aufgeklärt. Dies ist der Grundbaustein dafür, dass sie ihre Interessen und Bedürfnisse äußern und dafür einstehen können.

Jugendliche planen eigenen Street-Workout Park

Jugendliche in Weil am Rhein haben sich stark gemacht für die Installation eines Street-Workout Parks und diesen bei der Stadtverwaltung beantragt. Mit Erfolg! Gemeinsam mit Mitarbeiter_innen der Stadtverwaltung konzipierten und realisierten sie die Anlage. Im Mai 2015 wurde die neue Trendsportanlage in Weil am Rhein für jugendliche Sportbegeisterte eröffnet.

Kinder in Senftenberg diskutieren Kinderarmut

Zwanzig Schüler_innen aus Senftenberg zwischen zehn und zwölf Jahren setzten sich mit dem Thema „Kinderarmut“ in ihrer Region auseinander. Sie beschrieben Folgen und entwickelten Ideen für Handlungsstrategien. Die teilnehmenden Kinder machten sich ihrer Rechte bewusst, lernten den positiven Zusammenhang zwischen Teilhabe und Resilienzstärkung kennen und entwickelten gezielt Ideen, um die Teilhabe von Kindern in Schule, Freizeit und Kommune zu verbessern.

Jugendliche teilen ihre Sicht auf Remchingen

Remchinger Schüler_innen trafen sich mit Vertreter_innen der Gemeindeverwaltung, um sich auszutauschen und den Ort zu begehen. Die Jugendlichen verdeutlichten, wo sie sich besonders wohlfühlen und wo sie Gefahrenstellen wahrnehmen. Beispielsweise wiesen sie auf eine Stelle des Schulwegs hin, die besonders im Winter schlecht ausgeleuchtet war.

Dieser Hinweis wurde von der Verwaltung umgehend aufgegriffen und eine neue Straßenlaterne angebracht. So konnte aus dieser Jugendbeteiligung schnell eine Verbesserung für alle Fußgänger erreicht werden.

Senftenberger Kinder und Jugendliche packen mit an

Kinder und Jugendliche hatten sich in der Beteiligungsaktion "Dein Senftenberg von Morgen" für eine sauberere Stadt ausgesprochen. Jetzt arbeiten sie selbst an diesem Ziel: Im Rahmen des Dreck-Weg-Tags einer Senftenberger Wohnungsbaugenossenschaft zogen Schüler_innen und Kindergartenkinder zusammen mit Senior_innen durch die Stadt und sammelten Müll auf. Das Senftenberger Kinder- und Jugendparlament organisierte den Tag dabei maßgeblich mit.

PARTYzipation in der Gemeinde Algermissen

Jugendliche entwickeln mit der Methode "StadtspielerJUGEND" Vorstellungen, wie sie sich ihren Ort in Zukunft vorstellen. Beispielsweise entwarfen Jugendliche eine Wohnanlage mit kleinen Wohnungen zu einem bezahlbaren Mietpreis. Dieser Vorschlag wurde ebenso wie der „Gemeinschaftspark mit Badesee“ als besonders wichtige Ideen ausgewiesen. Daneben fand eine Abstimmung zu Aktionen statt, die mit einfacheren Mitteln umsetzbar sein könnten.

Im Anschluss an die kreative, gestalterische Arbeit wurde ein wenig umgeräumt und der Abend mit Musik, kühlen Getränken und kleinen Snacks beendet.

Kinder- und Jugendideen für ein Neubaugebiet

In der Wedemark wird ein neues Baugebiet erschlossen. Bei der Planung brachten die jungen Bürger_innen der Gemeinde ihre Vorstellungen davon ein, wie eine perfekte Wohnumgebung für sie aussehen würde. Dafür besichtigten sie das Gelände, erklärten und gestalteten ihre Wünsche und tauschten sich am Ende mit den Bauplannerinnen aus. Grundschüler_innen und Jugendliche im Alter von 17 und 18 Jahren arbeiteten dabei in Tandems zusammen.

Insgesamt waren die Schüler_innen sehr motiviert ihre Ideen einzubringen und in künstlerischer Art und Weise darzustellen.

Generationenübergreifende Beteiligung für Naherholungsgebiet

Rund 100 Bürger_innen, einschließlich Kinder und Jugendliche, nahmen an einem kreativen Aktionstag zur Gestaltung eines Konzepts für das neue Naherholungsgebiet „Bördeglück“ in Algermissen teil. Die Teilnehmenden brachten vielfältige Vorschläge und Ideen ein. Zurzeit findet der Planungsprozess durch das Team der Landschaftsarchitekten statt. Im Anschluss wird es Rückkopplungs- und Dialogverfahren zum Gesamtplan und zu einzelnen Teilprojekten geben.

Generationenübergreifende Beteiligungsformate dieser Art stärken das Gemeinwesen und sorgen für eine stärkere gegenseitige Wahrnehmung und Akzeptanz. Kinder- und Jugendliche werden so zu Mitgestalter_innen ihrer Lebenswelt und entwickeln ein Verantwortungsgefühl für diese.

Eigene App für Angebote der Jugendpflege

Die Jugendpflege hat seit März 2017 eine eigene App mit der sie über ihre Arbeit und Angebote informiert. Die App informiert unter anderem über die "Offenen-Tür-Angebote" in den Jugendräumen, Erlebnis-, Sport-, Kultur- und Freizeitprojekte. Beteiligungsmöglichkeiten werden dort ebenfalls kommuniziert.

Die App ist somit ein Mittel, um die Teilhabe und Beteiligung von Jugendlichen in der Gemeinde zu erhöhen.

Kinder und Jugendliche unterstützen den Schlossumbau

Bei der Umgestaltung von Schloss Philippsruhe ist Partizipation von Kindern fester Bestandteil der Planungen. „Dem Projektteam ist es ein großes Anliegen, hier qualitativ hochwertige Angebote zu schaffen und gleichzeitig die Freude am Lernen und Entdecken nicht zu vergessen“, erläutert Dr. Katharina Bechler, Direktorin der Hanauer Museen.

Hanau hat ein Konzept entwickelt, durch welches Kinder- und Jugendliche systematisch in Planungsprozesse innerhalb der Kommune eingebunden werden.

Jugendplenum zeichnet engagierte Projekte aus

In Hanau findet angeregt durch den Aktionsplan jährlich ein Jugendplenum statt. Hier diskutieren Schüler_innen ihre Möglichkeiten, um sich in der Kommune zu beteiligen und selbst Verantwortung zu übernehmen.

Außerdem schreibt der Oberbürgermeister für die Veranstaltung den mit 5 000 Euro dotierten Jugendpreis aus. Dieser wird von einer fünfköpfigen jugendlichen Jury vergeben. Beim ersten Jugendplenum dieses Formats wurden mehrere Schüler_innenprojekte zum Thema "Toleranz und Menschenrechte" ausgezeichnet.

Vielfältiges Informationsangebot zu Kinderrechten

Die UN-Kinderrechte müssen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bekannt sein, damit sie nach ihnen handeln können. Die Kommune Regensburg sensibilisiert seine jungen und älteren Bürger_innen mittels eines vielfältigen Informationsangebots.

So setzen sich beispielsweise circa 1 500 Kinder im Rahmen eines dreiwöchigen Ferienangebotes täglich mit den UN-Kinderrechtskonvention auseinander, Fachkräfte der offenen Kinder- und Jugendarbeit erhalten Fortbildungen zum Thema und die städtischen Internetseiten sowie Tafeln an Spielplätzen informieren zielgruppengerecht über Kinderrechte.

Stadtpass unterstützt Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien

Regensburg hat die "Regensburgkarte" eingeführt. Dies ist ein Stadtpass, der einkommensschwachen Bewohner_innen der Kommune Vergüstigungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) oder beim Besuch von kulturellen Einrichtungen gewährt. Für Kinder und Jugendliche ist solch ein Angebot von besonderer Relevanz, da der ÖPNV für sie ein essentielles Mittel zur eigenständigen Mobilität darstellt.

Jugendliche im direkten Gespräch mit Politik und Verwaltung

Die Wolfsburger Jugendforen sind ein Beteiligungsformat, das es Jugendlichen regelmäßig ermöglicht spezifische Themen der Stadtgestaltung mit Verantwortlichen zu diskutieren.

Das letzte Forum hat sich mit Mobilität beschäftigt und den Abschluss eine Online- und Plakatbefragung gebildet, an der sich beinahe 400 Jugenliche beteiligten. Diese Ergebnisse sind von den Teilnehmer_innen des Jugendforums diskutiert worden. Jugendvertreter_innen sowie Experten der Wolfsburger Verkehrsgesellschaft und der Stadt Wolfburg haben Defizite ermittelt und Lösungsvorschläge erarbeitetet. Ein Hauptanliegen war es, den Öffentlichen Personennahverkehr zu günstigeren Preisen nutzen zu können.

Fachforen erkunden Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche

Die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention auf lokaler Ebene ist eine gemeinschaftliche Aufgabe, die Kommunikation und Vernetzung der lokalen Akteur_innen erfordert.

In diesem Sinne haben 2016 im Senfterberger Rathaus zwei Fachforen zum Thema "Kinder- und Jugendbeteiligung" stattgefunden. Der Teilnehmer_innenkreis setze sich aus Verwaltungsmitarbeiter_innen, Vertreter_innen der Politik, Schulleiter_innen sowie Vereinen Akteur_innen der Kinder- und Jugendarbeit zusammen. Gemeinsam haben die Teilnehmer_innen bestehende Beteiligungsstrukturen reflektiert und Möglichkeiten erkundet, diese zu verbessern und zu ergänzen.

Partizipieren und informieren auf Stadtteilspaziergängen

Um sich über seine Kommune zu informieren und sie gestalten zu können, sind Besichtigungsspaziergänge ein einfaches und effektives Mittel - dies gilt für Kinder- und Jugendliche genau wie für den_die Bürgermeister_in.

In Senftenberg sind aus diesem Grund zwei Stadtteilspaziergänge organisiert worden: während des Ersten haben siebenjährige Kinder dem Bürgermeister ihre Wünsche und Vorschläge für die Kommune mitgeteilt; der zweite Spaziergang hat Senftenberger Oberschüler_innen über die Möglichkeiten ihrer Kommune rund um Studium, Arbeit und Freizeit informiert.

Regensburger Schüler_innen gestalten Spiel- und Sportpark

In Regensburg entsteht derzeit der drittgrößte Park der Stadt. Den Spiel- und Sportbereich der Anlage konnten Kinder und Jugendliche in mehreren Beteiligungsrunden selbst mitentscheiden und gestalten. Kinder und Jugendliche einer schulvorbereitenden Einrichtung und eines Vereins für körper- und mehrfachbehinderte Menschen sowie Schüler_innen einer Grund- und einer Mittelschule brachten dabei ihre Ideen ein.

Durch ein vom Stadtrat verabschiedetes Beteiligungskonzept ist Kinder- und Jugendpartizipation im regensburger Verwaltungshandeln verbindlich verankert.

Kinder- und Jugendtag informiert zu Kinderrechten

In der Stadt Weil am Rhein haben Schüler_innen einer fünften Klasse ein Theaterstück auf die Bühne gebracht, das sich mit den Kinderrechten beschäftigt. Der Auftritt fand im Rahmen des Kinder- und Jugendtages statt, der vielfältige Aktionen rund um die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu bieten hatte. Beispielsweise brachten Jugendliche im Pro-Action-Café ihre Ideen zur Stadtgestaltung ein.