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Kinderrechte im Kontext des Ukraine-Kriegs

Der grausame Krieg in der Ukraine erschüttert uns alle. Um diesem Gefühl der Ohnmacht Einhalt zu gebieten, die Rechte der Kinder – hier in Deutschland wie auch in der Ukraine sowie in Russland – nicht aus dem Blick zu verlieren und Kinder im Umgang mit diesen schockierenden Geschehnissen zu unterstützen, haben wir auf dieser Seite einige Informationen zusammengestellt. Wir hoffen, Sie damit in Ihrer täglichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen unterstützen zu können.

zuletzt aktualisiert: 22.04.2022


Kinderschutz und Kinderrechte geflüchteter Minderjähriger

  • Täglich erreichen hunderte Geflüchtete die Bundesrepublik, darunter zahlreiche begleitete und unbegleitete Kinder und Jugendliche. Leider ist die Aufnahmesituation vielerorts weiterhin chaotisch und unübersichtlich. In dieser Lage dürfen wir den Kinderschutz nicht aus den Augen verlieren: Geflüchteten Minderjährigen muss ein sicheres Ankommen in Deutschland ermöglicht werden. Deshalb appelliert die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Jugendämter an alle Menschen, die Kinder und Jugendliche bei sich aufnehmen wollen, sich bei ihrem örtlichen Jugendamt zu melden.
  • Der Bundesverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge hat einen Flyer veröffentlicht, der sich direkt an Kinder und Jugendliche richtet, die mit oder ohne ihre Familien aus der Ukraine geflüchtet sind. Der Flyer ist auf Deutsch und auf Ukrainisch erhältlich. Er gibt, geordnet nach verschiedenen Themenbereichen, eine erste Orientierung für die jungen Menschen, die aus der Ukraine in Deutschland ankommen.
  • Die UN-Kinderrechtskonvention sichert geflüchteten Kindern und Jugendlichen besonderen Schutz zu. Aufnehmende Staaten sind dazu verpflichtet, die Kinderrechte dieser vulnerablen Gruppe zu sichern und sie über ihre Rechte zu informieren. Die Broschüre „Alle Kinder haben Rechte“ der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz Sachsen-Anhalt und des Kinder- und Jugendbeauftragten des Landes informiert ukrainisch-sprachige Kinder und Jugendliche  mit Bildern und in einfachen Worten über ihre Rechte.
  • Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) hat eine Stellungnahme veröffentlicht, die Möglichkeiten evidenzbasierter Unterstützung für geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine aufzeigt.
  • Die Visualisierung der UN-Kinderrechtskonvention (KRK) auf Ukrainisch finden Sie hier.
  • In der Sonderausgabe „Dazugehören e.V.“ wurden in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzbereich Prävention seelische Gesundheit und vom Zentrum für Traumaforschung an der Universität Ulm Informationen und Materialien zu medizinischem Kinderschutz zusammengetragen. Die Ausgabe finden Sie hier.
  • Das Universitätsklinikum Ulm sowie das Kompetenznetzwerk Präventivmedizin Baden-Württemberg haben Handlungsmöglichkeiten zusammengestellt, wie Kindern nach einer Krisenerfahrung geholfen werden kann. Das Dokument finden Sie in ukrainischer, russischer und deutscher Sprache. Darüber hinaus haben sie in einem Paper die altersentsprechenden Traumareaktionen von Kindern im Vorschul- und Schulalter, Kindern im Schulalter und Jugendlichen festgeschrieben. Das Dokument ist in ukrainischer wie auch deutscher Sprache erhältlich.

Hinweise für Kommunen

Die hohe Anzahl an fliehenden Menschen seit 2015, die weiterhin andauernde Coronapandemie und nun der Ukrainekrieg: Seit Jahren stehen Kommunen vor immer neuen Herausforderungen. Fast könnte man meinen, der Krisenmodus ist die neue Normalität.
Viele Kommunen haben sich engagiert den schwierigen Aufgaben der vergangenen Jahre gestellt und Lösungen gefunden, um auch in Ausnahmezeiten handlungsfähig zu bleiben. Von diesen Beispielen können Städte und Gemeinden auch in der aktuellen Situation profitieren:

  • Kommunale Planungen werden durch die aktuelle Krise auf den Kopf gestellt. Neben Fragen zur Erstversorgung müssen sich Städte und Gemeinden mit weiteren Unsicherheiten auseinandersetzen: Wie viele geflüchtete Kinder und Jugendliche werden langfristig in Deutschland bleiben? Wie wirkt sich dies zum Beispiel auf Betreuungsangebote aus? Kann ein ausreichendes Angebot sichergestellt werden? Um eine Planung zu gewährleisten, die flexibel auf Änderungen reagieren kann und gleichzeitig ein ausreichendes Maß an Sicherheit garantiert, hat der Landkreis Augsburg ein Prognosetool zur Kita-Bedarfsplanung entwickelt. Mithilfe des Tools können unterschiedliche Szenarien durchgespielt und beliebig kombiniert werden. Entstanden ist ein Werkzeug, das Städten und Gemeinden die Planung von Betreuungsangeboten in unsicheren Zeiten erleichtert.
  • Doch auch das beste Prognosetool wird ab und an von der Realität überrascht. Schnell müssen Lösungen her, mit denen Kommunen kurzfristig und flexibel auf neue Bedarfe reagieren können. Ansätze wie die Mobile Kita (MoKI) in Gelsenkirchen oder die Berliner Lernbrücken stellen niedrigschwellige und flexible Angebote dar.
  • In unserer Kinderfreundlichen Kommune Stuttgart stehen geflüchteten Kindern, die in Gemeinschaftsunterkünften leben, eigene Lernräume oder Lernmobile zur Verfügung. Außerdem hat die Kommune das Projekt "FSJ an Schulen mit Vorbereitungsklassen und Schulsozialarbeit" initiiert. Die FSJler_innen unterstützen geflüchtete und zugewanderte Kinder und Jugendliche in und nach der Schule.
  • Die Kinderfreundliche Kommune Berlin-Pankow bringt Ehrenamtliche über eine Ukraine-Freiwilligendatenbank zusammen.
  • Gemäß der UN-Kinderrechtskonvention sollen Kinder und Jugendliche in allen sie betreffenden Bereichen beteiligt werden – dies gilt auch für geflüchtete Minderjährige. Das Themendossier „Partizipation von geflüchteten Kindern und Jugendlichen in der Kommune“ (2017)  des Programms „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ informiert über verschiedene Möglichkeiten der Partizipation von jungen geflüchteten Menschen in Kommunen und stellt einzelne Praxisbeispiele vor.
  • Viele Migrant_innenselbstorganisationen sind im Flüchtlingsbereich tätig. Greifen Kommunen auf diese bestehenden Netzwerke zurück, kann dies die Arbeit sehr bereichern. In der Stadt Wiesbaden gibt es deshalb seit 2021 ein Konzept zur Zusammenarbeit mit Migrant_innenselbstorganisationen.
  • Die App Integreat unterstützt Städte und Gemeinden, zugewanderte und geflüchtete Menschen schnell und unkompliziert mit lokalen Informationen zu versorgen. Bereits jede sechste Kommune in Deutschland nutzt dieses Angebot.
  • Die Handreichung „Beispiele guter Praxis in der kommunalen Flüchtlings- und Integrationspolitik“ (2016), veröffentlicht vom Institut für Demokratische Entwicklung und Integration, informiert Verwaltungsmitarbeitende und zivilgesellschaftliche Akteur_innen anhand von Good-Practice-Beispielen über Möglichkeiten der Geflüchteten- und Teilhabepolitik.
  • Der Praxisleitfaden „Traumasensibler und empowernder Umgang mit Geflüchteten“ von der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V. (BAfF) umfasst Informationen und Handlungsvorschläge zu den Bereichen Trauma und Flucht, strukturelle Bedingungen der Psychotherapie mit Geflüchteten, Umgang mit Traumasymptomen und Stabilisierung in Belastungssituationen, Selbstreflexion bezüglich der eigenen Position und Arbeit, Vorgehen bei Gewaltvorfällen, Krisen und Suizidalität, sowie Selbstfürsorge.

Fahrten nach Deutschland und Unterkünfte

Zahlreiche Netzwerke und Kollektive organisieren momentan Fahrten von der Ukraine oder Nachbarstaaten nach Deutschland. Falls Sie selbst eine Fahrt anbieten möchten oder eine Fahrt zur Flucht suchen, schauen Sie auf folgenden Webseiten:

  • Mitfahrgelegenheiten für Fahrer_innen und Menschen in der Ukraine, die eine Fahrt suchen, finden Sie auf der Webseite UkraineNow.
  • Fahrten von Polen nach Deutschland werden darüber hinaus auf der Webseite Ukrainehelpberlin organisiert. Hier finden Sie ebenfalls private Unterkünfte in Berlin und eine Auflistung ukrainischer Hilfsorganisationen.
  • Falls Sie Übernachtungsplätze für Menschen aus der Ukraine anbieten möchten, können Sie sich auf der Webseite der Initiative Gastfreundschaft Ukraine anmelden. Sie sollten jedoch berücksichtigen, dass Unterkünfte für mindestens zwei Wochen angeboten werden müssen. 
  • Über die Initiative Zusammenleben Willkommen finden Sie WG-Zimmer für eine Dauer von mindestens 12 Monaten. Sie können ebenfalls WG-Zimmer anbieten.
  • Auf der Plattform Host4Ukraine können Sie eine Unterkunft bereitstellen. 
  • Unterkünfte finden Sie zudem auf der Webseite der Initiative Unterkunft Ukraine. Hier können Sie auch Übernachtungsplätze anbieten.

Medizinische Versorgung sowie psychosoziale Beratung

Bundesweit werden mehrere verschiedene, teils mehrsprachige Anlaufstellen für eine psychosoziale Beratung und medizinische Versorgung bereitgestellt. Im Folgenden finden Sie eine Auflistung einiger Angebote für Geflüchtete aus der Ukraine:

  • Die Helpline Ukraine bietet kostenlose Telefonberatung bei allen Sorgen, Problemen und Themen, die einen bewegen. Unter der Tel.-Nr. 0800-500 225 0 ist die Helpline montags bis freitags zwischen 14 und 17 Uhr zu erreichen; die Beratung erfolgt in ukrainischer und russischer Sprache und ist vertraulich. Helpline Ukraine ist ein Projekt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gemeinsam mit Nummer gegen Kummer e.V. und mit Unterstützung der Deutschen Telekom.
  • Das Beratungstelefon DOWERIA bietet unter der Hotline 030-440 308 454 Beratung und Hilfe bei psychischen Beschwerden und Migrationsthemen in den Sprachen Ukrainisch und Russisch an. Das Angebot ist Tag und Nacht erreichbar. Weitere Informationen finden Sie auf deren Webseite.
  • Eine Übersicht der bundesweiten Psychosozialen Beratungsstellen finden Sie auf dieser Webseite.
  • Auf der ukrainisch-sprachigen Plattform Лікарі для українців finden Sie eine deutschlandweite Auflistung von Arztpraxen, die sich bereit erklärt haben, Geflüchtete kostenfrei zu behandeln.
  • Geflüchtete mit Behinderungen können notwendige Hilfsmittel und Therapien beantragen. Auf der Webseite der gemeinnützigen Organisation Handicap International finden Interessierte eine interaktive Deutschlandkarte mit lokalen Beratungsangeboten für geflüchtete Menschen mit Behinderung.
  • Angesichts der vulnerablen Lage der ukrainischen Geflüchteten in Deutschland hat der Expert*innenbeirat „Beratender Arbeitskreis“ des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit Hinweise zur umgehenden Teilhabe von aus der Ukraine geflüchteten Menschen an der Gesundheitsversorgung in Deutschland konsentiert. Über die Verlinkungen gelangen Sie zu den Hinweisen und der grundlegenden Handreichung „Gesundheitsförderung mit Geflüchteten“ aus dem Jahr 2021.

Beratungs- und Unterstützungsangebote für Geflüchtete aus der Ukraine

Zahlreiche Institutionen organisieren zurzeit Beratungs- und Unterstützungsangebote, bündeln Wissen und ermöglichen eine niedrigschwellige sowie mehrsprachige Informationsvermittlung. Im Folgenden finden Sie einige von vielen Hilfsangeboten und Informationsseiten für Geflüchtete aus der Ukraine:

  • Das Hilfsportal der Bundesregierung bietet Geflüchteten aus der Ukraine erste wichtige Informationen und eine Auslistung verschiedener Hilfsangebote.
  • Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine steigen die Anfragen nach den Möglichkeiten der Einreise und des Aufenthalts für ukrainische Staatsangehörige in Deutschland und der EU. Verschiedene Organisationen haben Informationen hierzu veröffentlicht. Der Informationsverbund Asyl & Migration hat diese gebündelt auf ihrer Webseite aufgelistet. 
  • Fragen und Antworten zur Einreise aus der Ukraine finden Sie weiterhin auf der Webseite des Bundesinnenministeriums.
  • Die Organisation Immigration4Ukraine bietet Rechtsberatung für geflüchtete Menschen aus der Ukraine. Dort erhalten Sie zudem Informationen zu Themen wie u.a. Einreise, notwendige Dokumente, Aufenthalt und Arbeitserlaubnis.
  • Wefugees berät auf Ukrainisch und Russisch geflüchtete Menschen rund um das Thema „Ankommen in Deutschland”. Zudem bietet das Team auch eine kostenfreie Vorberatung zu juristischen Fragen an.
  • Die Webseite „Hilfe für die Ukraine“ ist eine Informationsquelle für geflüchtete Menschen aus der Ukraine bei der Einreise nach Polen. Auf der Seite erhalten Menschen u.a. rechtliche Aufklärung sowie Informationen in den Bereichen Unterkunftsmöglichkeiten, medizinische Versorgung und psychologische Beratung.
  • Das Portal Ukrainians in Germany bietet Menschen aus der Ukraine Informationen über ihren Aufenthalt und Schutz in Deutschland. Die Webseite ist auf Ukrainisch.
  • Die Organisation ArrivalAid berät im Rahmen ihres Programms „AbilityAid“ Geflüchtete und Migrant*innen mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung. Die Leistungen sind kostenlos. Die Organisation bietet ebenfalls Anti-Stress-Trainings, Trauma-Hilfe-Kurse und offene Sprechstunden für geflüchtete Menschen an.

Unterstützungsangebote für Geflüchtete of Color

Leider steigt die Anzahl an Berichten von Schwarzen Geflüchteten und Geflüchteten of Color, die an den Grenzkontrollen Rassismus erfahren und mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind, wenn sie das Land verlassen möchten. Auch jüdische und muslimische Menschen aus der Ukraine sind bei der Flucht von Diskriminierung betroffen. Spezifische rassismussensible Hilfsangebote finden Sie bei diesen Organisationen:

Unter anderem schaffen diese Vereine Fluchtwege nach Deutschland, indem sie Busse organisieren.

  • Das Bündnis Schwarzer Organisationen und Verbündeter Tubman Network mobilisiert ebenfalls Menschen, um mögliche Schlafplätze für ankommende Schwarze Geflüchtete und Geflüchtete of Color aus der Ukraine zu finden.

Unterstützungsangebote für queere Geflüchtete aus der Ukraine

Geflüchtete aus der LGBTQIA*-Community stellen eine vulnerable Personengruppe dar und bedürfen als Betroffene von Mehrfachdiskriminierung eines besonderen Schutzes und queersensibler Beratungs- und Unterstützungsangebote. Im Folgenden finden Sie eine Auflistung von Organisationen, die sich an queere Geflüchtete wenden:

  • Spezifisch für queere Geflüchtete aus der Ukraine koordiniert das Bündnis Queere Nothilfe Ukraine Unterkünfte über Quarteera. Quarteera ist ein Verein russischsprachiger LGBTQIA*. Unterkunftsangebote aus ganz Deutschland können über dieses Online-Formular eingetragen werden. Queere Menschen, die nach einer Unterkunft suchen, können sich an help@quarteera.de wenden.
  • Eine bundesweite Übersicht über Unterkünfte und psychosoziale Beratung für queere Geflüchtete aus der Ukraine finden Sie weiterhin auf dem Online-Portal Queer.de 
  • Auch der Verein Schwulen Beratung Berlin bietet Beratung für LGBTQIA*- Geflüchtete aus der Ukraine. Die Webseite ist entsprechend auf Ukrainisch. 
  • Der Verein Les MigraS bietet queeren Menschen aus der Ukraine psychologische Beratungen auf Russisch und Ukrainisch an.

Hilfsmöglichkeiten für Freiwillige

Falls Sie als Freiwillige_r Menschen aus der Ukraine unterstützen möchten, gibt es zahlreiche Wege hierfür. Im Folgenden finden Sie mögliche Ehrenamtsformate, an denen sie sich beteiligen können:

  • Auf der Plattform volunteer planner können sich Ehrenamtliche kostenlos registrieren und für freie Schichten bei verschiedenen Hilfsangeboten eintragen.
  • Freiwillige werden auch in Bezug auf Übersetzungstätigkeiten gesucht. Hier können Sie sich eintragen: https://survey.lamapoll.de/Translators
  • Die gemeinnützige Organisation Krisenchat bietet rund um die Uhr psychosoziale Ersthilfe per Chat. Derzeit werden dringend ukrainisch- und russischsprachige Psycholog_innen für die psychosoziale Ersthilfe gesucht.
  • #leavenoonebehind hat ebenfalls eine Seite erstellt, auf der sich Menschen registrieren können, die unterstützen möchten.
  • Zwei ukrainische Unternehmer in Berlin haben darüber hinaus das Netzwerk UA Talents eingerichtet. Hierbei handelt es sich um eine Jobbörse, auf der sich ukrainische Geflüchtete sowie Unternehmen registrieren können, die Menschen aus der Ukraine einstellen möchten. Ähnlich agiert das Netzwerk Job Aid Ukraine.

Kindgerechte Informationsvermittlung zum Krieg in der Ukraine

Wie kann man mit Kindern über die Ereignisse sprechen? Tipps von Save The Children 

  • „Kinder auf der ganzen Welt haben im Moment viele Fragen zu den Bildern und Geschichten, die sie sehen oder bei unseren Gesprächen aufschnappen“, sagt Ane Lemche, Psychologin bei Save the Children. „Erwachsene sollten auf diese Gefühle eingehen und mit ihnen über die Ereignisse in der Ukraine sprechen.“ Die Expertin rät, offene und ehrliche Gespräche mit Kindern zu führen, damit sie die Geschehnisse verarbeiten können. Außerdem gibt sie Tipps, wie Eltern oder Betreuende ein solches Gespräch angehen können. Die Tipps sowie ergänzendes Material finden Sie hier.

FLIMMO-Ratgeber zum Krieg in Europa

  • Anlässlich der aktuellen Lage hat FLIMMO einen Elternratgeber zum Thema Krieg in Europa mit geeigneten Informationsquellen für Kinder zusammengestellt. Zudem gibt er für Eltern Anregungen, wie sie mit Kindern über die aktuellen Ereignisse sprechen können, um ihnen Ängste zu nehmen und Verunsicherung aufzufangen. FLIMMO ist ein Projekt des Vereins Programmberatung für Eltern e.V. Mitglieder sind zehn Landesmedienanstalten, die Stiftung Medienpädagogik Bayern der BLM und das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI).

Kindgerechte Informationsvermittlung zum Krieg in der Ukraine

  • Die Webseite Kindersache des Deutschen Kinderhilfswerks informiert Kinder über den Krieg in der Ukraine.
  • „Auf der Seite mit der Maus“ vom WDR wird in kindgerechter Sprache der Krieg in der Ukraine erklärt. 
  • Eine weitere Anlaufstelle für altersgerechte Informationen ist die Kindernachrichtensendung von logo
  • Außerdem hat die Karl Kübel Stiftung Hinweise zusammengestellt, wie Erwachsene mit Kindern über den Krieg sprechen können.
  • Das Universitätsklinikum Ulm sowie das Kompetenznetzwerk Präventivmedizin Baden-Württemberg haben ebenfalls hilfreiche Informationen zur Thematik „Mit Kindern über Krieg sprechen“ auf Ukrainisch, Russisch und Deutsch verschriftlicht.

Spenden

Wenn Sie neben Ihrem ehrenamtlichen Engagement zusätzlich finanziell unterstützen möchten, nehmen beispielsweise folgende Organisationen Nothilfe-Spenden entgegen:

UNICEF Deutschland

Deutsches Kinderhilfswerk: Hilfsfonds für geflüchtete Kinder und ihre Familien 

Aktionsbündnis Katastrophenhilfe

Sammlungen anderer Organisationen