Wunschboxen in Hohenhameln

© Gemeinde Hohenhameln

Ein besonderes Format der niedrigschwelligen Beteiligung hat die niedersächsische Gemeinde Hohenhameln entwickelt, wo in elf Ortschaften insgesamt etwa 9.400 Einwohner_innen leben. Kinder und Jugendlichen können in den einzelnen Ortschaften besondere lokale Briefkästen nutzen und so auf einem einfachen Weg mit ihren politischen Ortsvertreter_innen in Kontakt treten. Sie können Ideen und Wünsche einwerfen und das kundtun, was ihnen unter den Nägeln brennt oder in ihren Ortschaften zu bemängeln gibt. Dies kann auch ohne Nennung des Namens geschehen. Gepflegt werden die Wunschboxen von Vertreter_innen der Ortschaften. Die jeweiligen Ortsvertretungen setzen sich mit den eingegangenen Notizen und Briefen auseinander. Zudem sind an den Wunschboxen einige Hilfenummern von Organisationen und Einrichtungen angebracht, an die man sich bei Problemen wenden kann.

In allen Ortschaften der Gemeinde Hohenhameln wurden 2024 solche Wunschboxen für Kinder und Jugendliche angebracht. Einige Boxen wurden bereits genutzt. Die Einwürfe reichten dabei von Wünschen nach 500 € über Wünsche nach Geschäften und mehr Aktionen für Jugendliche in den Ortschaften, bis hin zu gemalten Bildern, die zeigen, wie ein Spielplatz verbessert werden kann. Bei den Ortsratssitzungen sind die Wunschboxen als fester Tagesordnungspunkt aufgenommen worden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass sich die Ortsräte mit den Wünschen der jungen Menschen befassen. Zudem bietet die Gemeindejugendpflege viermal im Jahr ein Treffen an, bei dem die Ortsräte in die Verwaltung kommen und Unterstützung zu den eingebrachten Punkten erhalten können.