Auch in kleineren Gemeinden mit zahlreichen Ortschaften kann die Interessensvertretung von jungen Menschen gestärkt werden. Davon ist auch die Gemeinde Harsum überzeugt. „Kinder und Jugendliche brauchen feste Ansprechpartner_innen, an die sie sich wenden können. Ihnen muss bekannt sein, wie sie diese erreichen können, dabei muss gewährleistet sein, dass dieses niedrigschwellig und spontan erfolgen kann“, heißt es im Aktionsplan der Kommune. Die sozialräumlichen Herausforderungen für die Schaffung solcher Netzwerke sind jedoch erheblich. Die Gemeinde Harsum mit ihren 12 Tausend Einwohner_innen besteht aus neun unterschiedlichen Ortschaften, die untereinander nicht durch den ÖPNV bzw. mit dem Kernort Harsum verbunden sind, und es gibt auch keine flächendeckende Vernetzung der Ortschaften durch ein entsprechendes Radwegenetz.
Schließlich kam die Idee auf, es den Ortsräten überlassen, eine Person aus ihren Reihen als Kinder- und Jugendbeauftragte_n zu benennen. Sie sind Ansprechpartner_innen vor Ort und stärken den Austausch zwischen den Kindern und Jugendlichen ihrer Ortschaft, dem Ortsrat, der Jugendpflege sowie der Verwaltung.
