Siegelübergabe Wachtberg

© Gemeinde Wachtberg

Siegelübergabe Wachtberg

Die Gemeinde Wachtberg wird heute mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Damit würdigt der Verein Kinderfreundliche Kommunen die Verabschiedung eines Aktionsplans, der die kommunale Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention zum Ziel hat. Mit dem Erhalt des Siegels bekennt sich die Gemeinde Wachtberg dazu, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken und stellt sich zugleich einem regelmäßigen Prüfverfahren.

Das Siegel vergibt der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen. Es ist Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Gemeinde zu mehr Kinderfreundlichkeit und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen.

Bürgermeister Swen Christian betonte: „Das Siegel ‚Kinderfreundliche Kommune‘ ist für Wachtberg Auszeichnung und Verpflichtung zugleich. Es zeigt, dass wir Kinder und Jugendliche ernst nehmen und ihre Rechte, Interessen und Perspektiven systematisch in unser kommunales Handeln einbeziehen. Mit dem Siegel wird Wachtberg offiziell als Gemeinde anerkannt, in der Kinderrechte und Mitbestimmung einen hohen Stellenwert haben. Diese Auszeichnung ist eine Würdigung des Engagements unserer Vereine und vor allem unserer jungen Bürgerinnen und Bürger. Gleichzeitig ist sie Auftrag und Motivation für die Verwaltung, unsere Gemeinde weiterhin so zu gestalten, dass Kinder und Jugendliche sich entfalten, mitbestimmen und aktiv einbringen können.“

Anne Lütkes, Vorstandsvorsitzende des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, beglückwünschte Wachtberg und sagte im Namen des Vereins: „Mit dem Aktionsplan setzt die Gemeinde Wachtberg ein starkes Zeichen für die verbindliche Umsetzung der Kinderrechte auf kommunaler Ebene. Besonders hervorzuheben ist die geplante Aufnahme der UN-Kinderrechtskonvention in die Hauptsatzung, mit der Kinderrechte zum Maßstab kommunalen Handelns werden. Darüber hinaus geht Wachtberg einen wichtigen Schritt, indem ein neues, für Jugendliche attraktives Jugendgremium entwickelt wird, das echte Mitbestimmung ermöglicht und über ein eigenes Budget verfügt. So schafft die Gemeinde klare rechtliche Grundlagen und zugleich Räume, in denen junge Menschen ihre Interessen wirksam einbringen können. Wachtberg zeigt damit beispielhaft, wie Kinderrechte strukturell verankert und Beteiligung nachhaltig gestärkt werden können.“

Die zuständigen Sachverständigen des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, Sonja Jensens und Martina Hoff, lobten: „In Wachtberg werden die konkreten Anliegen von Kindern und Jugendlichen ernst genommen und konsequent in die Praxis umgesetzt. Besonders hervorzuheben ist, dass der Ausbau kreativer Freizeitangebote bereits vor dem Start des Aktionsplans auf Grundlage einer Kinderbefragung angestoßen wurde. Dieses frühe Engagement zeigt eindrucksvoll, dass Beteiligung in Wachtberg schon als Haltung verstanden und gelebt wird. Auch das Spielplatzkonzept verdeutlicht, wie Beteiligung und fachliche Planung sinnvoll miteinander verbunden werden können. Entscheidend ist dabei, dass die Anliegen und Ideen von Kindern nicht nur gehört, sondern verbindlich in die Planungen einbezogen werden. Mit Blick nach vorn sehen wir der geplanten Einrichtung einer Jugendvertretung mit verbindlichen Rechten und Ressourcen sehr positiv entgegen. Den entstehenden Beteiligungsprozess begleiten wir gerne auf dem weiteren Weg der Gemeinde als Kinderfreundliche Kommune.“