Das Siegel vergibt der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen. Es ist Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Stadt zu mehr Kinderfreundlichkeit und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen.
Erster Bürgermeister Ulrich Proske betonte: Die Auszeichnung als Kinderfreundliche Kommune zeigt: Hier in Ebersberg stehen Kinderrechte im Mittelpunkt unseres Handelns – nicht nur theoretisch, sondern ganz konkret. Schritt für Schritt werden wir die Maßnahmen aus unserem Aktionsplan verwirklichen und damit Beteiligung, Schutz und Förderung nachhaltig stärken. Ebersberg zeigt damit, was möglich ist, wenn Politik, Verwaltung und junge Menschen an einem Strang ziehen. Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere den über 400 Kindern und Jugendlichen, die unseren Aktionsplan mitgestaltet haben.“
Haimo Liebich, Vorstandsmitglied und Schatzmeister des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, beglückwünschte Ebersberg und betonte im Namen des Vereins: „Mit ihrem Aktionsplan sendet die Stadt Ebersberg ein starkes und ermutigendes Signal für die Rechte junger Menschen. Die klare Vision, Kinder und Jugendliche als gleichwertigen und bereichernden Teil der Stadtgesellschaft zu verstehen, wird hier nicht nur formuliert, sondern durch konkrete Maßnahmen mit Leben gefüllt. Besonders beeindruckend ist die beabsichtigte Bedarfsplanung für Jugendtreffpunkte, bei der junge Menschen gemeinsam mit Verwaltung und Stadtplanung ihre Ideen einbringen. So entstehen Räume, die wirklich zu ihnen passen und Selbstwirksamkeit spürbar machen. Ebersberg zeigt
eindrucksvoll, wie lebendige Beteiligung Demokratie vor Ort wachsen lässt.“
Die zuständigen Sachverständigen des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, Prof. Dr. Andreas Eylert-Schwarz und Paul-Martin Richter, lobten: „Ebersberg setzt mit seinem Aktionsplan wichtige Impulse für eine systematische und alltagsnahe Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Besonders hervorzuheben ist die geplante Schulinspektion unter Einbeziehung der Klassensprecherinnen und Klassensprecher, die jungen Menschen ermöglicht, ihre Perspektiven gleichberechtigt in die Gestaltung ihres Schulumfelds einzubringen. Ebenso stärkt die altersgerechte Aufbereitung von Stadtratsinformationen Transparenz und politische Bildung. So werden Entscheidungsprozesse verständlich gemacht und demokratische Teilhabe früh erfahrbar. Ebersberg schafft damit tragfähige Strukturen, die Beteiligung verlässlich verankern und setzt in Zeiten angespannter kommunaler Haushalte ein klares Zeichen für Kinder- und Familienfreundlichkeit. Wir freuen uns, die Stadt dabei zu begleiten.“
