Die Landeshauptstadt Potsdam nimmt bereits seit 2015 am Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ teil und wurde 2017 erstmalig mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Mit dem zweiten Aktionsplan hat Potsdam sich dazu entschlossen, den Weg zu mehr Kinderfreundlichkeit weiter zu beschreiten und wird die kommenden drei Jahre diesen Aktionsplan umsetzen.
Oberbürgermeisterin Noosha Aubel betonte anlässlich der Siegelverlängerung: „Die erneute Auszeichnung als ,Kinderfreundliche Kommune‘ bestätigt unseren Anspruch, Kinderrechte in Potsdam nicht nur zu bekennen, sondern dauerhaft und verbindlich umzusetzen. Mit dem neuen Aktionsplan stärken wir die Beteiligung junger Menschen und stellen sicher, dass ihre Perspektiven in Verwaltung, Politik und Stadtentwicklung konsequent mitgedacht werden – heute und in Zukunft.“
Stefanie Buhr, Kinder- und Jugendbeauftragte der Landeshauptstadt Potsdam, erklärte: „Kinderrechte werden erst dann wirksam, wenn sie im Alltag von Kindern und Jugendlichen spürbar sind. Der neue Aktionsplan ist deshalb mehr als eine Aufzählung von Maßnahmen: Er ist ein gemeinsames Versprechen der Stadt, jungen Menschen Raum, Stimme und echte Mitgestaltung zu geben. Die Siegelverlängerung ist Anerkennung – und zugleich Ansporn, diesen Weg konsequent weiterzugehen.“
Dominik Bär, Geschäftsführer des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, gratulierte der Stadt Potsdam und betonte im Namen des Vereins: „Mit der Siegelverlängerung unterstreicht die Landeshauptstadt Potsdam ihr kontinuierliches Engagement für die Umsetzung der Kinderrechte. Besonders das Kinder- und Jugendbudget ermöglicht Kindern und Jugendlichen echte Mitbestimmung: Sie entwickeln Vergabekriterien selbst und entscheiden als Jury über Projektförderungen. Ergänzt wird dies durch einen jugendgerecht legitimierten und mit Ressourcen ausgestatteten Kinder- und Jugendbeirat, der fest in kommunale Entscheidungsprozesse eingebunden ist. Potsdam zeigt damit, wie Beteiligung strukturell abgesichert und als Teil einer lebendigen kommunalen Demokratie gestaltet werden kann.“
Die zuständigen Sachverständigen des Vereins, Oggi Enderlein, Prof. Dr. Angela Million und Prof. Dr. Roland Roth, lobten: „Mit der Öffnung von Schulgebäuden für Initiativen von Kindern und Jugendlichen geht Potsdam einen wichtigen Schritt hin zu kinder- und jugendfreundlichen Rahmenbedingungen. Die kostenfreie Nutzung schulischer Räume nach Unterrichtsschluss schafft dringend benötigte Orte für Engagement, Austausch und kreative Projekte im unmittelbaren Lebensumfeld junger Menschen. Die Mehrfachnutzung öffentlicher Infrastruktur ist dabei nicht nur kosteneffizient, sondern stärkt Selbstorganisation, Teilhabe und das Recht auf freie Entfaltung. Potsdam zeigt, wie kommunale Ressourcen klug genutzt werden können, um Kinderrechte konkret erlebbar zu machen und nimmt damit eine Vorbildfunktion als Kinderfreundliche Kommune ein.“
Wir gratulieren zur Verleihung des Siegels!
