Vom 22. bis 24.10.2024 trafen sich die Child Friendly Cities Initiativen (CFCI) erstmals nach der Corona-Pandemie wieder in Präsenz. Zu dem Treffen hatte das UNICEF-Hauptquartier unterstützt durch das französische Nationale Komitee von UNICEF nach Paris eingeladen. Während der drei Tage tauschten sich die rund 50 Teilnehmenden aus 20 Ländern persönlich und online über den aktuellen Stand der Initiative und deren Weiterentwicklung aus.
Das UNICEF-Hauptquartier berichtete über die aktuellen strategischen Entwicklungen. Eine neue strategische Vorgabe, die diskutiert wurde, ist, dass die CFCI hauptsächlich in Hochlohnländern als Plattform für die Zusammenarbeit mit lokalen Regierungen genutzt werden soll. Zudem besteht ein wachsendes Interesse an der Integration spezifischer Themen wie Klima, psychische Gesundheit und Stadtplanung in die CFCI.
Weitere Themen des Treffens waren das Monitoring und die Evaluation, um die Ergebnisse der CFCI besser zu verfolgen und die Qualität der Programme zu verbessern, der Austausch zwischen Städten und Ländern als wichtiges Element zur Verbesserung des Lernens und der Praxis sowie die langfristige Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden im Programm.
Außerdem wurde vorgeschlagen, 2026 einen globalen Gipfel zur Außerdem wurde vorgeschlagen, 2026 einen globalen Gipfel zur kinderfreundlichen Stadtentwicklung anlässlich des 30-jährigen kinderfreundlichen Stadtentwicklung anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der CFCI zu organisieren.
Der rege Austausch während des Treffens machte deutlich, wie wichtig ein koordiniertes Vorgehen und der Informationsaustausch ist. Daher wird eine intensivere Zusammenarbeit zu internationalen Veranstaltungen angestrebt und Materialien aus einzelnen Ländern sollen besser übersetzt werden. Der globale Informationsaustausch einschließlich Erfolgsgeschichten und Berichten soll wiederbelebt werden.
Die Diskussion um Monitoring und Evaluation machte deutlich, wie bedeutend Planung, Ergebnismonitoring, Evaluierung und der Nutzung von Daten zur Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen ist. Daher betont UNICEF die Bedeutung von Planung, Indikatoren und Monitoring, um Programme effektiv zu evaluieren und anzupassen. Die CFCI M&E-Arbeitsgruppe entwickelt für diesen Prozess Werkzeuge und Vorlagen, um die nationalen Initiativen bei der Umsetzung von CFCI zu unterstützen. Im Zentrum bei CFCI soll die Bedeutung von qualitativem Wachstum stehen.
Um den internationalen Austausch zu fördern, sollen Austausche zwischen Kinderfreundlichen Kommunen gestärkt werden. Dies Austausche bieten eine bereichernde Erfahrung für Städte und nationale Komitees (NCs) sowie Länderbüros (COs) und schaffen ein Netzwerkgefühl. Zwar gibt es Herausforderungen wie den Zeitaufwand für die Organisation und die Notwendigkeit klarer Ziele und Übersetzungen. Allerdings überwiegen die Vorteile. Sie umfassen die Förderung globaler Verbindungen und technischen sowie politischen Austausch.
Zudem wurde bei dem Treffen in Paris daran gearbeitet, einen vergleichbaren Ansatz für die Zusammenarbeit mit sehr erfahrenen Städten und Gemeinden zu entwickeln. Als Basis dafür dienten die Erfahrungen aus Finnland und Deutschland. Zwar kann ein einheitlicher Ansatz schwierig sein, da verschiedene Kontexte Flexibilität erfordern; ein lokalisierter Ansatz wird bevorzugt, der sich aber an gemeinsamen Standards orientieren soll.
Ein weiterer praktischer Fokus lag darauf, wie CFCI in nationale und internationale Advocacy-Strategien eingebunden werden kann. So können lokale Themen nationale Prioritäten beeinflussen und umgekehrt. Daher muss die Sammlung und Nutzung von Daten für Advocacy gestärkt werden. Beispiele aus Spanien, Japan und Deutschland zeigen, wie lokale Initiativen nationale Politik beeinflussen können, z.B. durch Budgetanalysen oder die Einbindung von Kinderstimmen.
In Spanien wurde eine kinderzentrierte Budgetanalyse durchgeführt, die aufzeigt, wie verschiedene Programme Kinder unterstützen können, auch wenn sie nicht explizit als Kinderprogramme gekennzeichnet sind. In Japan führte die Übersetzung und Verbreitung eines Berichts zu einer stärkeren Berücksichtigung von Kinderrechten in der nationalen Politik. Deutschland nutzte die Unterstützung von Bürgermeistern, um die Bedeutung der Aufnahme von Kinderrechte in die Verfassung hervorzuheben. um die Bedeutung der Aufnahme der Kinderrechte in die Verfassung hervorzuheben.
