Kinderfreundliche Kommunen in Deutschland

Start mit sechs Pilotkommunen

Der Verein „Kinderfreundliche Kommunen“ als gemeinsame Initiative von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk zeichnet Städte und Gemeinden in Deutschland aus, die für die lokale Umsetzung der Kinderrechte – unter Beteiligung der in der Kommune lebenden Kinder und Jugendlichen – verbindliche Ziele und einen Aktionsplan entwickeln.

In der Pilotphase seit Mitte 2012 sind sechs kleine, mittlere und große Städte deutschlandweit als Pilotkommunen dabei. In engem Austausch mit den Kommunen werden Bausteine, Instrumente und Prüfverfahren umgesetzt, erprobt und evaluiert.

Das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik Frankfurt unterstützt in der Pilotphase die Kommunen und den Verein bei der Datenerhebung und -auswertung. Kommunale Partner u.a. UNICEF-Ortsgruppen, andere Vereine oder Stiftungen unterstützen die Arbeitsschritte vor Ort, z. B. die Befragung von Kindern und Jugendlichen über die Schulen. Die interdisziplinär besetzte Sachverständigenkommission begleitet die Kommunen und den Verein im Prozess.
Die Kommune erhält nach positivem Votum der Sachverständigenkommission an den Vorstand des Vereins für vier Jahre die Auszeichnung «Kinderfreundliche Kommune» und hat in dieser Zeit das Recht, mit dem Siegel und dem entsprechenden Logo zu werben. In dieser Zeit muss der Aktionsplan umgesetzt werden.

Vorbild für dieses Vorhaben ist u.a. das seit 2004 in der Schweiz laufende Vorhaben „Kinderfreundliche Gemeinde“.

Neue Kommunen seit Herbst 2014

Seit Oktober 2014 starten vorraussichtlich zehn neue Kommunen in das Vorhaben. Nachdem der Vorstand des Vereins "Kinderfreundliche Kommunen e.V." die Städte und Gemeinden ausgewählt hat, müssen sie nun durch den Beschluss ihres Stadt- oder Gemeinderates ihre Teilnahme beschließen.

Die Standortbestimmung und die Kinderbefragung werden auf der Basis aktualisierter Fragebögen durchgeführt, die von Dr. Susanne Vogl (post-doc Universitätsassistentin am Institut für Soziologie, Universität Wien) überarbeitet und zusammen mit daten-werk Berlin ausgewertet werden. Die interdisziplinär besetzte Sachverständigenkommission begleitet weiterhin die Kommunen und den Verein im Prozess.
Die Kommune erhält nach positivem Votum der Sachverständigenkommission an den Vorstand des Vereins für drei Jahre die Auszeichnung «Kinderfreundliche Kommune» und hat in dieser Zeit das Recht, mit dem Siegel und dem entsprechenden Logo zu werben. In dieser Zeit muss der Aktionsplan umgesetzt werden.