Child Friendly Cities

Die internationale Child Friendly Cities–Initiative (CFCI)

wurde aus der UN-Kinderrechtskonvention und der Deklaration der UN-Weltsiedlungskonferenz in Istanbul von 1996 (Habitat II) konsequent entwickelt. Die Mitgliedstaaten werden darin aufgerufen, das Kindeswohl vermehrt in den Blickpunkt der kommunalen Politik zu rücken. Das Recht von Kindern und Jugendlichen am politischen, ökonomischen und sozialen Leben einer Gemeinde zu partizipieren, wird darin unterstrichen.

Die Child Friendly Cities-Initiative (CFCI) setzt sich seit 1996 international dafür ein, Kommunen kinderfreundlicher zu gestalten. Die Umsetzung der Kinderrechte erfolgt unter Beteiligung der in der Kommune lebenden Kinder und Jugendlichen, damit ihre Ziele und Vorstellungen in einem Aktionsplan verbindlich werden. In enger Anlehnung an die Kinderrechte geht es u.a. um den Vorrang des Kindeswohls, um die Mitwirkung bei Entscheidungen und die Gestaltung ihrer Stadt, ein sicheres Wohnumfeld, ausreichende Grün- und Spielflächen, gesunde Luft und die Teilnahme am kulturellen Leben ohne eine Ausgrenzung.

In Europa besteht bereits ein Netzwerk kinderfreundlicher Städte und Gemeinden in Spanien, Frankreich, Italien, in der Schweiz und anderen Staaten. Das Internationale Sekretariat der Child Friendly Cities in Florenz stellte von 2000 bis 2005 Erfahrungen der verschiedenen weltweiten Projekte zur Förderung der Kinderfreundlichkeit zusammen und publizierte sie auf der eigenen Website childfriendlycities.org.

Das UNICEF Innocenti Research Center

in Florenz hat zudem Standards und Instrumente entwickelt, die die Beteiligung von jungen Menschen ermöglichen und auf kommunaler Ebene die Interessen von Kindern und Jugendlichen in Politik, Verwaltung und das öffentliche Leben integrieren. Die Bausteine der Child friendly Cities stellen sicher, dass die Kinderrechte im Leben und in der Politik von Städten verankert werden.

Viele Städte und Gemeinden haben sich schon auf den Weg gemacht. Sie haben erkannt, dass bürgerschaftliches Engagement und die Einbeziehung junger Menschen Schlüsselfaktoren für eine nachhaltige Entwicklung und damit ein Standortfaktor geworden sind. Kommunen tauschen ihre Erfahrungen in Netzwerken aus, z. B. im Europäischen Städtenetzwerk "Cities for Children" mit Sitz in Stuttgart.

Die CFCI erreicht heute nicht nur Vertreter aus Politik und Verwaltung sondern auch Freie Träger, Vereine und Stiftungen, Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsunternehmen, die Medien und damit auch Netzwerke junger Menschen.

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