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Mitbestimmung bei der Verbesserung des ÖPNV in Potsdam

Ob Tram, Bus, Fähre, S-Bahn oder Zug – viele Kinder und Jugendliche nutzen den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), dessen Details werden wiederum im Nahverkehrsplan geregelt. An der Überarbeitung dieses Plans wurden in Potsdam erstmalig Kinder und Jugendliche beteiligt.

Circa 500 junge Potsdamer_innen zwischen 10 und 23 Jahren gaben ihre Meinungen zur Verbesserung des ÖPNV ab. Dabei ging es beispielsweise um Taktzeiten, Anschlüsse, Haltestellen und die Ausstattung der Verkehrsmittel. Die Ergebnisse wurden an die Stadtverwaltung sowie das zuständige Planungsbüro übergeben und fließen nun in den Nahverkehrsplan ein.

Kinder und Jugendliche sorgen für Verbesserungen im ÖPNV

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) sowie eine fahrradgerechte Infrastruktur sind Grundvorraussetzungen dafür, dass Kinder und Jugendliche sich in ihrer Kommune eigenständig fortbewegen können.

Damit haben sie einen besonderen Blick für Mängel in diesen Bereichen, wie beispielsweise Regensburger Jugendliche in kommunalen Beteiligungsverfahren bewiesen haben: Aus Sicherheitsbedenken haben sie sowohl die Einführung von altstadtgerechten Bussen als auch einen Nachtbusbetrieb am Wochenende gefordert. Um ihre eigene Mobilität zu verbesssern, sollten außerdem vermehrt Fußgängerzonen für Fahrräder geöffnet werden.

Nach intensiven Testphasen hat die Stadt Regensburg alle drei Forderungen dauerhaft umgesetzt. Regensburger Bürger_innen allen Alters sind nun mobiler und profitieren somit von der Expertise der Jugendlichen.

Kinder gestalten spielerisch Hanau

Hanauer Hortkinder zwischen zehn und elf Jahren beteiligen sich an der Gestaltung eines neuen Wohngebiets. Mittels eines Brettspiels beschäftigen sie sich mit den Wünschen, die sie für ihre Stadt haben. Der Spielplan zeigt nur die Stadtgrenzen sowie Flüsse und Bahnschienen zur Orientierung - der Phantasie der Kinder sollen keine Grenzen gesetzt sein.

An dem "Stadtspiel" werde deutlich, "welches Potenzial in Kindern und Jugendlichen schlummert, auf das wir nicht verzichten dürfen", ist Hanaus Sozialdezernent überzeugt.

Kinder gestalten Remchingens Rathausplatz

Auf dem Remchinger Rathausplatz entsteht eine neue Spielfläche. Um diese für Kinder so attraktiv wie möglich zu gestalten, wurden sie bei der Planung mit einbezogen. Die einzige Vorgabe war, dass ein bespielbarer Schriftzug entstehen soll. Für das Wort sowie die Art und Weise, wie die einzelnen Buchstaben bespielt werden könnten, brachten die Kinder eigene Vorschläge ein. Der Gemeinderat und das zuständige Planungsbüro konnten damit aus einer Fülle an kreativen Ideen einen Entwurf erstellen, den die Kinder dann vorstellten. Insgesamt waren fast 200 Schüler_innen der dritten und vierten Klassen der Gemeinde beteiligt.

Jugendliche teilen ihre Sicht auf Remchingen

Remchinger Schüler_innen trafen sich mit Vertreter_innen der Gemeindeverwaltung, um sich auszutauschen und den Ort zu begehen. Die Jugendlichen verdeutlichten, wo sie sich besonders wohlfühlen und wo sie Gefahrenstellen wahrnehmen. Beispielsweise wiesen sie auf eine Stelle des Schulwegs hin, die besonders im Winter schlecht ausgeleuchtet war.

Dieser Hinweis wurde von der Verwaltung umgehend aufgegriffen und eine neue Straßenlaterne angebracht. So konnte aus dieser Jugendbeteiligung schnell eine Verbesserung für alle Fußgänger erreicht werden.

PARTYzipation in der Gemeinde Algermissen

Jugendliche entwickeln mit der Methode "StadtspielerJUGEND" Vorstellungen, wie sie sich ihren Ort in Zukunft vorstellen. Beispielsweise entwarfen Jugendliche eine Wohnanlage mit kleinen Wohnungen zu einem bezahlbaren Mietpreis. Dieser Vorschlag wurde ebenso wie der „Gemeinschaftspark mit Badesee“ als besonders wichtige Ideen ausgewiesen. Daneben fand eine Abstimmung zu Aktionen statt, die mit einfacheren Mitteln umsetzbar sein könnten.

Im Anschluss an die kreative, gestalterische Arbeit wurde ein wenig umgeräumt und der Abend mit Musik, kühlen Getränken und kleinen Snacks beendet.

Kinder- und Jugendideen für ein Neubaugebiet

In der Wedemark wird ein neues Baugebiet erschlossen. Bei der Planung brachten die jungen Bürger_innen der Gemeinde ihre Vorstellungen davon ein, wie eine perfekte Wohnumgebung für sie aussehen würde. Dafür besichtigten sie das Gelände, erklärten und gestalteten ihre Wünsche und tauschten sich am Ende mit den Bauplannerinnen aus. Grundschüler_innen und Jugendliche im Alter von 17 und 18 Jahren arbeiteten dabei in Tandems zusammen.

Insgesamt waren die Schüler_innen sehr motiviert ihre Ideen einzubringen und in künstlerischer Art und Weise darzustellen.

Generationenübergreifende Beteiligung für Naherholungsgebiet

Rund 100 Bürger_innen, einschließlich Kinder und Jugendliche, nahmen an einem kreativen Aktionstag zur Gestaltung eines Konzepts für das neue Naherholungsgebiet „Bördeglück“ in Algermissen teil. Die Teilnehmenden brachten vielfältige Vorschläge und Ideen ein. Zurzeit findet der Planungsprozess durch das Team der Landschaftsarchitekten statt. Im Anschluss wird es Rückkopplungs- und Dialogverfahren zum Gesamtplan und zu einzelnen Teilprojekten geben.

Generationenübergreifende Beteiligungsformate dieser Art stärken das Gemeinwesen und sorgen für eine stärkere gegenseitige Wahrnehmung und Akzeptanz. Kinder- und Jugendliche werden so zu Mitgestalter_innen ihrer Lebenswelt und entwickeln ein Verantwortungsgefühl für diese.

Stadtpass unterstützt Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien

Regensburg hat die "Regensburgkarte" eingeführt. Dies ist ein Stadtpass, der einkommensschwachen Bewohner_innen der Kommune Vergüstigungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) oder beim Besuch von kulturellen Einrichtungen gewährt. Für Kinder und Jugendliche ist solch ein Angebot von besonderer Relevanz, da der ÖPNV für sie ein essentielles Mittel zur eigenständigen Mobilität darstellt.

Jugendliche im direkten Gespräch mit Politik und Verwaltung

Die Wolfsburger Jugendforen sind ein Beteiligungsformat, das es Jugendlichen regelmäßig ermöglicht spezifische Themen der Stadtgestaltung mit Verantwortlichen zu diskutieren.

Das letzte Forum hat sich mit Mobilität beschäftigt und den Abschluss eine Online- und Plakatbefragung gebildet, an der sich beinahe 400 Jugenliche beteiligten. Diese Ergebnisse sind von den Teilnehmer_innen des Jugendforums diskutiert worden. Jugendvertreter_innen sowie Experten der Wolfsburger Verkehrsgesellschaft und der Stadt Wolfburg haben Defizite ermittelt und Lösungsvorschläge erarbeitetet. Ein Hauptanliegen war es, den Öffentlichen Personennahverkehr zu günstigeren Preisen nutzen zu können.