Gefördert vom

2. Teil der Serie: Meilensteine auf dem Weg zur kinderfreundlichen Kommune

Ein Fachbeitrag von Prof. Dr. Roland Roth

Zweiter Meilenstein: Leuchttürme schaffen und öffentliche Debatten anregen

Kommunales Handeln erschöpft sich nicht darin, gesetzliche Pflichtaufgaben umzusetzen. Kommunen können im Rahmen ihrer Möglichkeiten freiwillige Leistungen erbringen und neue Aufgaben entdecken.

  • Gestaltungsfreiraum der Kommunen

Diesem Aufgabenfindungsrecht verdanken wir zum Beispiel kommunalen Umweltämtern und Integrationsbeauftragten, die schon vor Jahren in kommunaler Regie und vor jeder gesetzlichen Vorgabe tätig wurden. Ein ähnlicher Prozess ist in Sachen Kinderfreundlichkeit angesagt. Er kann nur gelingen, wenn die örtliche Gemeinschaft diesen Prozess auch will und unterstützt. Dabei helfen überzeugende Ideen und Beispiele.

  • Kinderfreundlichkeit kommt allen zugute

Ein aktives Kinder- und Jugendparlament, ein Fonds für gute Kinder- und Jugendprojekte oder ein vorbildliches Jugendhaus kann die Überzeugung festigen, dass eine kindergerechte Kommune allen Bewohnerinnen und Bewohnern zugute kommt und junge Menschen kreativ und verantwortlich mit Gestaltungsspielräumen umgehen können.

  • Aktionen tragen zur Sichtbarkeit bei

Die Auslobung von Preisen für Kinderfreundlichkeit, für die sich Initiativen, öffentliche und private Dienstleister oder engagierte Einzelpersonen bewerben können, kann zur Sichtbarkeit des Themas beitragen. Graffiti-Aktionen von Schulklassen und Jugendclubs zum Thema Kinderrechte können Einfluss auf das lokale Meinungsklima nehmen. Kinderrechteschulen können ausstrahlen. Damit wird ein öffentlicher Resonanzraum geschaffen oder verstärkt, der dabei hilft, weitere Initiativen in Richtung kinderfreundliche Kommune zu gehen.

 

Autor
Prof. Dr. Roland Roth, Hochschule Magdeburg-Stendal, Sachverständiger Kinderfreundliche Kommunen e.V.

 
Serie im Fachportal Weitere Meilensteine auf dem Weg zur kinderfreundlichen Kommune werden in den nächsten Wochen im Fachportal veröffentlicht. Der gesamte Beitrag lässt sich am Ende der Veröffentlichungen als PDF downloaden.