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„Wir Kinder haben Rechte“

80 Kinder singen gemeinsam mit Liedermacher Reinhard Horn in der Remchinger Kulturhalle

Ein Bericht von Nico Roller.

Sie singen im Chor, sie lachen und sie tanzen im Rhythmus der Musik: Wenn Reinhard Horn ein Konzert gibt, dann hören die Kinder nicht nur zu, sondern stehen selbst im Mittelpunkt. Eine Stunde lang geben sie am Samstagnachmittag auf der Bühne der Remchinger Kulturhalle alles und singen zusammen mit dem Liedermacher ein Stück nach dem anderen. Sein Aufritt ist zugleich die Abschlussveranstaltung im Singener Jubiläumsjahr: Mit zahlreichen Aktionen, Konzerten und einem großen Festumzug hatte der Remchinger Ortsteil in den vergangenen Monaten sein 1250-jähriges Bestehen gefeiert. Dabei war es den Organisatoren wichtig, auch einen Programmpunkt speziell für Kinder anzubieten. Schließlich ist Remchingen seit einigen Jahren kinderfreundliche Kommune. Und als solche liegt ihr das Thema Kinderrechte besonders am Herzen. Ein Thema, für das sich auch Horn seit vielen Jahren mit seinen Liedern einsetzt. „Spielerischer und freundlicher als Reinhard Horn kann man das Thema nicht vermitteln“, sagt Michaela Ungerer.

Sie ist in der Gemeindeverwaltung Ansprechpartnerin für das Projekt „Kinderfreundliche Kommune“ und dafür verantwortlich, dass Horn in die Kulturhalle gekommen ist: Ungerer kannte den Musiker, weil sie ein Lied von ihm für einen Film über Kinderrechte verwendet hatte. Als klar war, dass er in Remchingen auftreten wird, war die Freude riesig. Zwei Monate lang wurde geprobt: Zusammen mit ihren Erzieherinnen und Lehrern studierten rund 80 Kinder der Kindertagesstätte Mosaik, der Berg- und der Peter-Härtling-Schule die Lieder ein, lernten die Texte auswendig und übten die Bewegungen. Am Tag des Konzerts, bei der Generalprobe, lernten sie Horn das erste Mal kennen. Sofort unterhielt sich der Musiker mit ihnen. Für die Kinder sei das etwas ganz Besonderes, sagt Ungerer: „Sie hatten sich richtig auf das Konzert gefreut.“ Als sie zusammen mit dem Liedermacher auf der Bühne stehen, gibt es kein Halten mehr: Vor rund 500 Zuhörern singen sie Lieder, die Titel tragen wie „Hand in Hand“, „Wir Kinder haben Rechte“ oder „Singen ist ‘ne coole Sache“. Nicht nur die Kinder, auch die Zuhörer bewegen sich zur Musik: Sie strecken die Hände in die Luft, gehen in die Knie, wedeln mit den Armen, springen auf und ab. Geklatscht wird sowieso. Nach einer Stunde folgt auf tosenden Beifall die Zugabe. – Nico Roller