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Kinderfreundlichkeit in Barcelona: Wie schützt die katalanische Hauptstadt Kinder und Jugendliche während der Corona-Pandemie?

Während wir auf dem heimischen Sofa den Lockdown überstehen, kann es schonmal vorkommen, dass die Welt kurz hinter der eigenen Haustür aufhört. Dabei ist gerade zu Pandemiezeiten der Blick über den Tellerrand lohnenswert. In einem Fachbeitrag von Sonia Fuertes informieren wir Interessierte über verschiedene Maßnahmen, die Barcelona während des ersten Lockdowns zum Schutz von Kindern und Jugendlichen ergriffen hat. Ein Beispiel ist die Aktion „Estimat Diari“ („Liebes Tagebuch“).

Selten wurde so viel über Kinder und Jugendliche geredet wie zur Coronapandemie. Doch wann kamen die jungen Menschen selbst zu Wort? Sprechen Politiker_innnen nicht viel eher über Kinder und Jugendliche, anstatt mit ihnen? Dabei haben sie einiges zu berichten, wie Ada Colau, die Bürgermeisterin von Barcelona, weiß. Das Projekt „Estimat diari“ („Liebes Tagebuch“) richtete sich an die jungen Bewohner_innen der Metropolregion und sammelte Bilder, selbstgedrehte Videos und sonstige kreative Beiträge, die den Alltag während des ersten Lockdowns aus Kindersicht zeigen. Darüber hinaus konnten sich Kinder und Jugendliche mit Fragen an die Bürgermeisterin wenden, die diese regelmäßig auf YouTube beantwortete. Das Potential dieser Maßnahme zeigt sich nicht nur im kreativen Umgang mit der Krise, sondern auch in seinem Dokumentationswert. Barcelona bewahrt die großen und kleinen, analogen und digitalen Kunstwerke im Stadtarchiv auf und plant die Beiträge in einer stadtweiten Wanderausstellung auf Tour zu schicken. Außerdem bieten die Aufzeichnungen Pädagog_innen, Forscher_innen und Interessierten wertvolles zeitgeschichtliches Material über das Leben junger Menschen in Barcelona zu Pandemiezeiten.

Dies ist nur eine von vielen Maßnahmen, die Barcelona während des ersten Lockdowns ergriffen hat, um Kinder und Jugendliche zu schützen und zu fördern. Wie in vielen Kommunen wirkt die Corona-Pandemie in der katalanischen Hauptstadt wie ein Brennglas. Sie legt bestehende Probleme im Kinder- und Jugendschutz offen, gleichzeitig verdeutlicht die Ausnahmesituation, welche Angebote junge Menschen in Krisenzeiten besonders schützen. In unserem Fachbeitrag können Sie mehr darüber erfahren, wie Barcelona mit der Corona-Pandemie umgegangen ist.