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Dr. Heide-Rose Brückner

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Die neun Bausteine

International erprobte Kriterien

Die Child Friendly Cities Initiative (CFCI) setzt sich seit 1996 international dafür ein, Kommunen kinderfreundlicher zu gestalten. Das UNICEF Innocenti Research Centre in Florenz hat Standards und Instrumente entwickelt, die ein partizipatives kommunales Management unterstützen.
Die neun Bausteine einer „Kinderfreundlichen Kommune“ sind international erprobt und Kriterien dafür, wie die Kinderrechte in Städten und Gemeinden verankert werden können. Sie beschreiben notwendige Strukturen und Maßnahmen, um die Mitwirkung und die Bedarfe von Kindern und Jugendlichen in allen für junge Menschen relevanten Themenfeldern der kommunalen Politik zu verankern. Die Bausteine müssen für das Handeln von Verwaltung und Bürgern verbindlich werden, dazu braucht es entsprechende Beschlüsse.

Die neun Bausteine im Detail...

  1. Beteiligung von Kindern d.h. Förderung aktiver Beteiligung in allen Angelegenheiten, die Kinder selbst betreffen und die Teilnahme an Entscheidungsprozessen, Beteiligungsrechte durch Kinder- und Jugendparlamente oder Kinderforen zur Verbesserung von Planungsprozessen in einem kinderfreundlichen Umfeld, Kinderbeauftragte in Ämtern
  2. Kinderfreundliche Rahmengebung, d.h. Gesetzgebung und kommunale Rahmenprozesse bauen beständig die Rechte von Kindern aus, z.B. in der Gesundheitsvorsorge oder im Kinderschutz
  3. Übergreifender Aktionsplan, d.h die Entwicklung einer abgestimmten Strategie (Aktionsplan) zur Verbesserung der Kinderfreundlichkeit in der Kommune, der gemeinsam von Politik, Verwaltung, Bürgerinnen und Bürgern, Kindern und Jugendlichen getragen wird
  4. Interessenvertretung für Kinder, d.h.die Entwicklung dauerhafter Strukturen in der kommunalen Verwaltung, um Kinderinteressen zu berücksichtigen, z.B. Kinderbeauftragte in den einzelnen Ämtern
  5. Vorrang für das Kindeswohl, d.h. die Sicherung, dass ein permanenter Prozess vorhanden ist, der die Berücksichtigung von Interessen von Kindern bei Entscheidungen der Gesetzgebung, Politik und Verwaltung garantiert
  6. Ausgewiesener Kinderetat, d.h. auf der Basis einer Budgetuntersuchung für die Belange von Kindern und Jugendlichen, wird eine angemessene Ressourcen-Bindung kommunaler Jugendhilfe und außerschulischer Bildungsarbeit ausgewiesen und abgesichert
  7. Regelmäßiger Bericht der „Kinderfreundlichen Kommune“, d.h. die Situation von Kindern und Jugendlichen und die Umsetzung von Kinderrechten in der Kommune werden ausreichend und regelmäßig überprüft und es erfolgt eine nachhaltige, lokale Kinder- und Jugendberichtserstattung
  8. Informationen über Kinderrechte, d.h. Angebote an Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die sicherstellen, dass die Kinderrechte bekannt gemacht werden
  9. Unterstützung von Kinderrechtsorganisationen vor Ort, d.h. freie Trägerwerden unterstützt, die sich für Schutz-, Förder- und Beteiligungsrechte von Kindern einsetzen