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Ihre Ansprechpartnerin für interessierte Kommunen

Dr. Heide-Rose Brückner

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Die Auszeichnung

"Kinderfreundliche Kommune"

Die Auszeichnung „Kinderfreundliche Kommune“ bietet den Kommunen die Möglichkeit, die Rechte von Kindern und damit den besonderen Schutz, die Förderung und die Beteiligung von jungen Menschen lokal zu stärken.Das Prüfverfahren erfolgt auf der Grundlage internationaler Standards. Bereits seit 1996 setzt sich die Child Friendly Cities Initiative dafür ein, dass Kommunen kinderfreundlicher gestaltet werden. Dazu hat das UNICEF Innocenti Research Centre in Florenz Standards und Instrumente entwickelt, die ein partizipatives kommunales Management unterstützen. Fünf Arbeitsschritte führen die Kommunen durch den Prozess.
Der dritte Schritt, der Aktionsplan, bildet die Grundlage für die Formulierung einer Zielvereinbarung zwischen der Verwaltung der Kommune und dem Verein „Kinderfreundliche Kommunen“. Im Anschluss darf die Stadt oder Gemeinde sich „Kinderfreundliche Kommune“ nennen und darf mit der bundesweit anerkannten Auszeichnung werben. Der Verein entscheidet auf Empfehlung der Sachverständigenkommission über die Auszeichnung.
Die Kommune setzt dann den Aktionsplan um. Nach weiteren zwei Jahren erfolgt ein abschließender Prüfbericht, der die Ergebnisse der Standortbestimmung mit der aktuellen Situation vergleicht und die Umsetzung des Aktionsplans hinterfragt. In dem Vorhaben wird also kein Ergebnis zertifiziert, sondern ein Prozess.
Die Auszeichnung „Kinderfreundliche Kommune“ gilt drei Jahre lang. Danach kann ein weiterentwickelter Aktionsplan beschlossen und die Zielvereinbarung erneuert werden. So bleibt der Kommune die Auszeichnung erhalten.

Der Nutzen der Auszeichnung

Vorteile für die Kommune

Der Nutzen des Vorhabens und der Auszeichnung „Kinderfreundliche Kommune“ besteht für die Kommune darin, an einem international erprobten Verfahren teilzunehmen, das in Abgrenzung zu ähnlichen Verfahren einen kinderrechtlichen Ansatz verfolgt, der die Meinung von Kindern und Jugendlichen explizit mit einbezieht. Die Kommune erhält eine Standortbestimmung zur eigenen Kinderfreundlichkeit und entwickelt einen individuellen Aktionsplan.

Die Kommune wird in der lokalen und nationalen Öffentlichkeitsarbeit unterstützt und kann das Siegel für das Stadtmarketing nutzen. Die Teilnahme am Verfahren bietet die Möglichkeit der Vernetzung und des Erfahrungsaustausches in Deutschland und darüber hinaus mit internationalen Beispielen guter Praxis in Europa und weltweit über die Initiative „Child friendly Cities“. Die Kommune kann sich mit ihrem Engagement auf der Webseite www.kinderfreundliche-kommunen.de darstellen und verlinken.
Die Pilotphase ist auf vier Jahre begrenzt und hat für diese Zeit sechs teilnehmende Kommunen. Die Sachverständigenkommission und der Verein beraten und begleiten die Kommunen u.a. durch themenspezifische Seminarangebote - inhaltlich und personell. Der Verein und seine Träger unterstützen bei regionalen Fortbildungsangeboten.
Die Sachverständigen erstellen nach zwei und vier Jahren Prüfberichte, die den Kommunen helfen, ihre eigenen Aktivitäten und die Folgewirkungen einzuschätzen. Die Teilnahme der Kommune an der Pilotphase des Vorhabens gibt ihr den Vorreiter-Status. 
Das Kinderfreundlichkeit zu einem nachgefragten kommunalen „Markenzeichen“ werden kann, zeigen die Erfahrungen vieler „Kinderfreundlicher Gemeinden“ in der Schweiz.