Rechter Teil

Ich bin ein Blindtext. Von Geburt an. Es hat sehr lange gedauert, bis ich begriffen habe, was es bedeutet, ein blinder Text zu sein: Man macht keinen Sinn. Man wirkt hier und da aus dem Zusammenhang gerissen. Oft wird man gar nicht erst gelesen. Aber bin ich deswegen ein schlechter Text? Ich weiss, dass ich niemals die Chance habe in einer grossen Zeitung zu erscheinen. Aber bin ich deswegen weniger wichtig? Ich bin blind! Aber ich bin gerne ein Text. Und sollten Sie mich jetzt dennoch zu ende lesen, dann habe ich etwas geschafft, was den meisten normalen Texten nicht gelingt.

Modul Kinderrechte im Verwaltungshandeln

Der neue Baustein Kinderfreundliche Rahmengebung (Kinderrechte im Verwaltungshandeln) stärkt die strategische und praktische Umsetzung der Kinderrechte, denn es qualifiziert die Hauptakteure, die kommunale Verwaltung und die politische Ebene, die Kinderrechte wirksam und nachhaltig umzusetzen.

Der neue Baustein hilft der Kommune, ihre Zuständigkeits- und Entscheidungsstrukturen, Verwaltungsabläufe, fachliche und persönliche Vorbehalte sowie mögliche Potenziale zu analysieren. Spezifische Indikatoren, Instrumente und Methoden helfen der Kommunalverwaltung, die passenden Materialien, Schulungsformate, kommunalrechtlichen Dokumente, Dienstanweisungen und interdisziplinäre Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln. Dies soll dazu beitragen, die Kinderrechte am Lebensort der Kinder und Jugendlichen bei allen wichtigen Akteuren, insbesondere auch bei Kindern und Jugendlichen, bekannt zu machen und im kommunalen Handeln (Politik und Verwaltung) zu verankern. Maßnahmen im Sinne der Schutz-, Förder- und Beteiligungsrechte sollen durch geeignete Beschlüsse und Maßnahmen sanktioniert und umgesetzt werden.

Kommunalpolitik und Verwaltung setzen sich in Schulungen und auf Veranstaltungen mit dem Vorrang des Kindeswohls auseinander, schaffen einen nachhaltigen administrativen Rahmen für die Partizipation junger Menschen und führen alle wichtigen Daten zu ihrem Schutz und ihrer Förderung zusammen. Die Zusammenarbeit aller lokalen Akteure (Vereine, Unternehmen, Institutionen, engagierte Einzelpersonen) soll gestärkt und mit gemeinsamen Zielen entwickelt werden. Das Ziel ist eine spürbare Veränderung im politischen Denken der Entscheidungsträger und im Verwaltungshandeln. Dies entspricht u.a. den Empfehlungen der EU Kommission sowie des Europarates von 2016.

Mit dem Baustein Kinderfreundliche Rahmengebung wird das bestehende Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ um die o.g. Inhalte und Aspekte erheblich erweitert. Insbesondere die Entwicklung und Anwendung einer kommunalen Kinderfreundlichkeitsprüfung oder eines Konzepts für die Integration von Kinderrechten in den Handlungsroutinen der betroffenen Ämter qualifiziert das bisherige Vorhaben bundesweit. Da beabsichtigt ist, bereits im Vorhaben aufgenommene wie auch ab 2017 neue Kommunen in diesem Baustein intensiv zu begleiten, wird die bundesweite Umsetzung deutlich verstärkt. Zudem werden alle begleitenden Sachverständigen zu „Botschaftern“ des Bausteins. Zusammen mit ihnen sollen auch Kreis- und Bezirksebenen der Regionalverwaltung angesprochen werden, das Vorhaben zu unterstützen.

Der Baustein "Kinderrechte im Verwaltungshandeln" wird seit Februar 2017 gefördert vom