Rechter Teil

Ich bin ein Blindtext. Von Geburt an. Es hat sehr lange gedauert, bis ich begriffen habe, was es bedeutet, ein blinder Text zu sein: Man macht keinen Sinn. Man wirkt hier und da aus dem Zusammenhang gerissen. Oft wird man gar nicht erst gelesen. Aber bin ich deswegen ein schlechter Text? Ich weiss, dass ich niemals die Chance habe in einer grossen Zeitung zu erscheinen. Aber bin ich deswegen weniger wichtig? Ich bin blind! Aber ich bin gerne ein Text. Und sollten Sie mich jetzt dennoch zu ende lesen, dann habe ich etwas geschafft, was den meisten normalen Texten nicht gelingt.

Die Schritte zur "Kinderfreundlichen Kommune"

6 Schritte

Die teilnehmenden Kommunen müssen sechs Schritte gehen. Start für das Vorhaben ist ein Stadtratsbeschluss. Der erste Schritt ist die Standortbestimmung. Anhand eines Fragebogens bestimmt die Kommune ihren Standort in puncto „Kinderfreundlichkeit“. Das Ergebnis wird von Verein und den Sachverständigen ausgewertet. Der Fragebogen beinhaltet mehrere Dimensionen der Kinderfreundlichkeit, u.a. Orientierung (Zielvorgaben, Leitbilder), die Struktur (Angebote), den Prozess (Partizipation, Nutzung, Information, Zusammenarbeit) und das Ergebnis (Evaluation, Qualitätssicherung). Er stellt die Sicht der Erwachsenen auf die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen dar.

Im nächsten Schritt erfolgt ein breiter Beteiligungsprozess von Kindern und Jugendlichen. Sie äußern in Workshops und mittels Befragung ihre Wünsche und Vorschläge zur Verbesserung ihrer Lebenssituation in der Kommune. Diese Erhebung dient der Bedürfniserfassung aus Sicht der Kinder und Jugendlichen unter Berücksichtigung mehrerer Altersgruppen und Sozialräume. Fragen wie z.B. „Wo fühle ich mich wohl?“, „Was fehlt mir?“ oder „Was bin ich bereit selbst dazu beizutragen?“ sind Teil der Erhebung. Außerdem erfolgt eine altersgerechte Information über die Prozess-Schritte.

Basierend auf den Ergebnissen der Standortbestimmung und der Workshops mit Kindern und Jugendlichen erstellt die Kommune einen ressortübergreifenden Aktionsplan. Er umfasst Ziele, konkrete Zeitpläne und Veranwortlichkeiten für die einzelnen Vorhaben und wird vom Stadt- oder Gemeinderat bestätigt. Der Aktionsplan bildet die Grundlage für die Prüfung durch den Verein „Kinderfreundliche Kommunen“ und die Sachverständigen zur Vergabe des Siegels. Nach positiver Prüfung erhält die Kommune das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“.

Während des gesamten Prozesses wird die Kommune durch Sachverständige und den Verein begleitet und beraten. Die Sachverständigen liefern einen Zwischen- und einen Abschlussbericht. Sie hinterfragen die inhaltliche und finanzielle Prioritätensetzung in der Kommune in Bezug auf den Schutz, die Förderung und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen.
Die Auszeichnung „Kinderfreundliche Kommune“ gilt drei Jahre lang. Danach kann ein weiterentwickelter Aktionsplan beschlossen und die Zielvereinbarung erneuert werden. So bleibt der Kommune die Auszeichnung erhalten.